Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Civilisation in England
Person:
Buckle, Henry Thomas Ruge, Arnold
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1005674
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1006545
der Naturgesetze. 
Einfluss 
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ich hier aber nicht anzugeben brauche; meine Absicht ist hier nur, 
darauf hinzuweisen, wie die Verschiedenheit der Nahrung das Ver- 
hältniss beeinflusst, in welchem der Reichthum an die verschiedenen 
Klassen vertheilt wird. 
Die Art und Weise, wie dieses Verhältniss sich wesentlich 
verändert, is hodentlich aus dem Bisherigen klar geworden. Aber 
ES mag nützlich sein, die Thatsachen, worauf sich unsre Aus- 
einandersetzung gründet, noch einmal zu wiederholen. Es sind 
einfach folgende. Der Arbeitslohn steigt oder sinkt mit der Bevöl- 
kerung; er steigt, wenn zu wenig Arbeit auf den Markt kommt 
111111 er sinkt, wenn zu viel angeboten wird. Die Bevölkerung selbst, 
wiewohl durch manche andere Umstände beeinflusst, steigt und 
fällt ohne Zweifel mit dem Vorrath der Nahrung; sie steigt bei 
reichlichem Vorrath, steht still oder geht zurück bei dürftigem Vor- 
rath. Die nöthigen Lebensmittel sind in kalten Gegenden spär- 
licher als in heissen, und sie sind nicht nur spärlicher, sondern 
man braucht auch mehr, 4 4) so dass aus beiden Gründen dem Wachs- 
thum der Bevölkerung, aus deren Reihen der Arbeitsmarkt sich 
füllt, weniger Vorschub geleistet wird. Um daher unsere Folgerung 
in ihrer einfachsten Form auszudrücken, können wir sagen, in 
heissen Gegenden ist immer eine starke Tendenz zu niedrigem 
Arbeitslohn und in kalten zu hohem. 
Wenn wir nun diesen grossen Grundsatz auf den allgemeinen 
Verlauf der Geschichte anwenden, so werden wir überall Beweise 
weil leichter zu erlangen, sei die natürlichere. ln Wahrheit sind beide gleich na- 
türlich, aber zu Cuviefs Zeit war über die Gesetze, welche das Verhältniss zwischen 
Klima und Nahrung beherrschen, fast nichts bekannt. Ueber die Geschicklichkeit und 
Anstrengung, womit in kalten Gegenden die Nahrung erlangt wird, siehe Wraßßgcfs 
Polar expeditliora, 70, 71, 191, 192; S-inzpsovfs Discmxeries an tlw Nortk saust qf 
Avneriaa, 249; Omnlz, Hisiory of Grecnlcmd I, 22, 32, 105, 131, 154, 155. Il, 
203, 265, 324. 
44) Cubanis, Rapports du physique et du anorzzl, 313 sagt: "Pans les lomps et 
dans les pays froids 1m mcmge et l'on agil daruantageü" Das Nämliche bemerken viele 
Reisende, ohne dass einer von ihnen die Ursache gewahr wird. Simpsoafs Discov. an 
Üw Norlh coast of A1ncrica, 218; Uusiinds Russie IV, 66; TVTangeFs Expedition 21, 
237; Crantz, Hista-ry uf Greenlemd I, 145, 361); Richardswaü Cmtral JJji-icu Il, 46; 
desselben Sahara I, "1 17; Denkam's Africa, 37 ; Journal of Asiatic sooiety V, 144. 
VIII, 188; Burslchardtiv Tmvels in Arabia I1, 265; Niebulzr, Dcseription de lUlwzb-ie, 
45; Ifllpyfg Voyage tv Soutlz-Aonßrioa I, 403, 408; Journal Qf ywwvlßh. 80017013111 III, 
283. VI, 85. XIX, 121; ßjgnia: und Martiuafs Zwwels in Bruzil I, 164; Abutlleyfs 
History of Brazil III, 848; 1701110111, Voyu-ye en Syric et am Egypte 1, 379, 380, 460; 
Laure, Sarawalc, 140.
        

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