Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Civilisation in England
Person:
Buckle, Henry Thomas Ruge, Arnold
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1005674
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1006323
Einüuss 
der 
Naturgesefze. 
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die Natur der Causalität der Bestimmung aus Freiheit wenigstens 
nicht widerstreite, das war das Einzige, was wir leisten konnten 
und woran es uns auch einzig gelegen war." 
Diese Stellen beweisen, dass Kant einsah, die Wirklichkeit des 
freien Willens in der Erscheinungrsei eine unhaltbare Lehre: und 
da das gegenwärtige Werk eine Untersuchung der Gesetze der 
Erseheinungen ist, so triflt seine transcendentale Philosophie meine 
Schlüsse nicht. Nach Kants Ansieht (womit ich mich einverstanden 
erklären möchte) ist die gewöhnliche metaphysische und theologi- 
sche läehantllung dieses dunklen Gegenstandes rein empirisch und 
daher werthlos. Das Aufgeben der Suprematie des Selbstbewusst- 
seins folgt als ein nothwendiges Ergebniss und ist das Resultat 
der Kantischen Philosophie, nicht, wie oft behauptet wird, ihre 
Grundlage. 
Anmerkung des Uebersetzers: Es sei erlaubt, hier daran zu erinnern, dass, wie 
Kant im wesentlichen in der englischen Anschauung von der Grenze des menschlichen 
Denkens steckt, so bis jetzt die Kautische Philosophie die äusserste Grenze ist, bis 
wohin englische Denker sich vorwagen. Deswegen wird auch hier auf die spätere 
Auflösung der Kantischcn "Antinoniieen oder Widersprüche, die in der Vernunft liegen," 
keine Rücksicht gennmmen und stehen sich Nothwendigkeit und Freiheit als starre 
Gegensätze gegenüber; und aus eben dem Grunde ist die Entwicklung der Metaphysik 
zur Logik oder zur Selbstkritik und Dialektik aller Kategorieen in diesem Buche von 
sonst so umfassender Gelehrsamkeit ganz bei Seite gelassen. 
Einüuss 
der 
Naturgesetze 
Zweites Kapitel. 
auf die Einrichtung der Gesellschaft 
der Individuen. 
und 
den 
Charakter 
Wenn wir nach den mächtigsten Einflüssen der Natur auf das 
lllensehellgeschleeht fragen, werden wir vier Arten finden: Klima, 
Nßllnlng, Boden und die Naturerscheinung im Ganzen; unter Letzte- 
rein verstehe ich die Erscheinungen, welche vornehmlich durch das 
Auge; aber auch durch andre Sinne die Ideenverbindungen ge- 
leitet und so in verschiedenen Ländern verschiedene Gedankenkreise 
erzeugt haben. Einer dieser vier Arten lassen sich alle äussern 
Erscheinungen, durch welche der Mensch dauernd beeinflusst wurde, 
beizählcn. Die letzte Art, die  im Ganzen, wirkt 
vorzüglich auf die Phantasie und giebt die unzähligen Formen des 
Aberglzrubeiis an die Hand, welche das grosse Hinderniss für den 
3er
        

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