Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Civilisation in England
Person:
Buckle, Henry Thomas Ruge, Arnold
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1005674
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1006258
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bei 
Hülfsquellen 
Geschichtsfonchung. 
der 
liehen Handlungen der Menschen nicht das Ergebniss ihrer Willkür, 
sondern ihrer Antecedentien sind, Störungen unterworfen, die seine 
Wirkung trüben ohne seiner Richtigkeit Eintrag zu thun. Und 
dies erklärt hinlänglich die geringen Abweichungen, welche wir von 
Jahr zu Jahr in dem Gesammtbetrage der Verbrechen ünden, die 
ein Land hervorbringt. Ja, wenn man bedenkt, dass der Stoff der 
sittlichen Welt viel reicher ist, als der der natürlichen, so kann 
man nur darüber erstaunen, dass diese Abweichungen nicht grös- 
ser sind; und aus dem Umstande, dass sie so gering sind, können 
wir uns einen Begriff von der wunderbaren Gewalt machen, womit 
diese umfassenden socialen Gesetze, wenn auch fortdauernd gestört, 
doch jedes Hinderniss zu überwältigen scheinen; und wenn wir bei 
ihrer Prüfung die Zahlen im Grossen nehmen, so erleiden sie kaum 
irgend eine merkliche Störung") 
Und nicht nur die Verbrechen zeichnen sich durch diese Gleich- 
förmigkeit ihrer Aufeinanderfolge aus. Selbst die Zahl der jährlich 
geschlossenen Ehen wird nicht durch die Stimmung und Wünsche 
der Einzelnen bestimmt, sondern durch grosse allgemeine That- 
sachen, auf welche die Einzelnen keinen Einfluss ausüben können. 
Es ist jetzt eine bekannte Sache, dass die Heirathen in einem 
festen und bestimmten Verhältniss zu den Kornpreisen steheny") 
 
solche Fälle viel richtiger'„scheinbure Ausnahmen" vom Gesetz; noch besser wäre es 
zu sagen "Ausnahmen von den Wirkungen der Gesetze." Der Zusammenhang beweist, 
dass Herr Peget den Unterschied deutlich gewahr wird; dennoch würde eine geringe 
Aenderung der Art gewöhnlichen Lesern Missverständnisse ersparen. 
33) Herr Rawson, Inquiry into tlw statisllcs of crlme in England und Wales im 
II. Bande des Journals der statistischen Gesellschaft, sagt S. 327: „Kein besserer 
Beweis für die Möglichkeit, eine Stetigkeit in den Verbrechen zu entdecken, lässt sich 
denken, als die Thatsache in der folgenden Tabelle, dass die grösste Schwankung, die 
in den letzten drei Jahren in dem Verhältniss irgend einer Klasse von Verbrechern 
aus demselben Lebensalter stattgefunden, ifgg- nieht überstiegen hat." Man sehe auch 
Report of Brilish assooiatlon far 1839, Tranaac. af seo. p. 118. Und wirklich müs- 
sen alle Schriftsteller, welche die Zeugnisse geprüft haben, diese Regelmiissigkeit zu- 
geben, wie sie sich dieselbe auch erklären mögen. Dufau, Traitä de statistigue, p. 144 
segt: "Les faits de l'ordre moral sord, aussd bim que cemx de l'ordre naturel, Ze pro- 
duit de cames oonstarltes et reiguliäres"; und p. 367: "C'est ainsi, que lß mvndß 1110m! 
se präsente ä nous, de ce poini dß Wv, vwnme ofmnt, de mäme que le momle physi- 
que, an ensemble gontinuldßfels das ä des causes aonstantes et rägzllzüres, dont il 
appartient surtaui ä 1a stutistique de crmstater lüwtion." Ebenso Morcau-Ohristoplw 
Des prisons an France, Paris, 1838, p- 53, 189- 
 „Es ist eine merkwürdige Beobachtung, wclch' ein inniges Verhältniss zwischen 
dem Preise der Lebensmittel und der Anzahl der Heirathcn besteht."  „Dies Ver-
        

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