Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Civilisation in England
Person:
Buckle, Henry Thomas Ruge, Arnold
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1005674
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1010115
414 
Geschichte 
Engl. 
des 
Geistes 
häupter, war auf derselben Seite und sah die Besteuerung Ameri- 
ka's als ein Mittel an, ihre eigenen Steuern zu vermindelnßß") 
Georg's III. eigne Gesinnung war bekanntß") und da die freiere 
Partei sich noch nicht von dem Verlust der Staatszügel beim Tode 
Georg's II. erholt hatte, so waren vom Cabinet wenig Schwierig- 
keiten zu fürchten; war es doch bekannt genug, dass ein Fürst 
auf dem Throne sass, dessen Hauptzweck es war, die Minister in 
strenger Abhängigkeit von sich zu halten und der, wo es sich nur 
immer thun liess, so schwache und biegsame Menschen dazu machte, 
dass er unbedenkliche Unterwerfung unter seinen Willen linden 
musste. 3 6 s) 
Amerikanischen Angelegenheit hänge. Die Geistlichkeit ist erstaunlich warm dafür, 
und was die Tories sind, wenn sie alle einverleibt, mit ihrem natürlichen Haupt, der 
Krone, vereinigt und durch ihre Priester aniniirt sind, weiss Niemand besser als Sie." 
Bar-he's Werks II, 390. Vergl. Bislzop Newtons Lzfe of Mmseif 134, 157. 
366) „Die übermüthige Aristokratie wünschte eine Ermässigung der ländlichen Ab- 
gaben auf Kosten Amerikas" Bancroft, Hist. of the Amer. revol. II, 414. Die 
Kauiieute hingegen waren gegen diese Gewaltschritte. Lord Shelbnrnäs Brief von 
1774 und Lord Cambdens Brief von 1775 in Uh-atlmm Corresp. IV, 341, 401. Siehe 
auch die Reden von Treeothick und Vyner in Parl. lziist. XVI, 507, XVIII, 1361. 
367) Man glaubte damals und es ist nicht unwahrscheinlich, der König selbst habe 
die Besteuerung Amerikas zuerst aufgebracht und Grenville sei im Anfang dagegen 
gewesen. Vergl. WraxalPs Manz. of bis own time II, 111, 112 mit Nich0ls' Revol- 
ledions I, 205, 386. Dies mag nur ein Gerücht gewesen sein; aber es stimmt voll- 
kommen zu Allem, was wir über Georgs III. Charakter wissen und jedenfalls kann 
kein Zweifel an seiner Gesinnung hinsichtlich der allgemeinen Frage sein. Es ist ge- 
wiss, dass er Lord North überredete, sich in den Streit mit Amerika einzulassen und 
ihn bewog, den Krieg zu beginnen und ihn fortzusetzen, als keine Hoffnung mehr 
auf Erfolg war. Bazzcrojtßr Amor. revol. III, 307, 308; RusselPs Mcm. of Fax I, 
247, 254; Bcdfo-rd, Corresp. III, p. LI. Siehe auch hinsichtlich der Zurücknahme 
der Stempelacte The Grenville Papcrs III, 373; eine merkwürdige Stelle, die Lord 
Mahcn, dessen Geschichte ebenfalls 1853 erschien, unbekannt gewesen zu sein scheint. 
Hist. qf Engl. V, 139. In Amerika kannte man die Gesinnung des Königs. 1775 
schreibt Jeßerson aus Philadelphia: „Wir hören und Alles beweist es, dass er der 
bitterste Feind ist, den wir haben." Jefe-rssoafs Oorresp. I, 153, und 1782 schreibt 
Franklin an Livingston, „der König hasst uns von ganzem Herzen." Lzfe of Franklioz 
II, 126. 
363) '„Ein Hof, der die Minister nicht zu Staatsdiencrn, sondern zu Privatdienern 
des Königs haben wollte." Albemarle, Mem. qf Rockmghazn I, 248. Vergl. Buncroft, 
II, 109. Und so Burke 1767: „Seine Majestät war nie aufgelegten Er hat ein 
schwaches abhängiges Ministerium und, was noch besser ist, das es auch bleiben will." 
Uorresp. I, 133 und Ohatham's Rede von 1777 in Adolphus II, 499, 500 wirft dem 
König cifen vor: „S0 wurde die Regierung dieses einst glorreichen Landes nicht 
fähigen, sondern gefügigen Männern anvertraut."
        

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