Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Civilisation in England
Person:
Buckle, Henry Thomas Ruge, Arnold
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1005674
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1009853
388 
Geschichte 
Äes Engl. 
Geistes 
Interessen auf's genaueste verknüpft warenflßß) Mit dieser selt- 
nen und wichtigen Kenntniss verband er eine sanfte und angenehme 
Gernüthsvelfassung, die ihm selbst das Lob seiner politischen Geg- 
ner errangß") Aber auch er War der beharrliche Vertheidiger 
bürgerlicher und religiöser Freiheit, und so wurde auch er von 
Georg III. so verabscheuhdass der König mit eigner Hand seinen 
Namen aus der Liste der Mitglieder des Geheimen Rathes strichf G S) 
und erklärte, lieber wolle er abdanken, als ihn zur Theilnahme an 
der Regierung zulassen. 2 6 9) 
Während diese ungünstige Aenderung in dem Könige und den 
Ministern des Landes vor sich ging, wurde eine eben so ungünstige 
Veränderung im Oberhause bewirkt; Bis zur Regierung Georgs III. 
war das Oberhaus dem Unterhause entschieden überlegen an vor- 
urtheilsfreier und höherer Bildung seiner Mitglieder. Freilich herrschte 
in beiden Häusern ein beschränkter abergläubischer Geist im Ver- 
gleich zu dem freieren Standpunkt unserer Zeit. Unter den Lords 
wurden aber solche Ansichten durch eine Erziehung gemildert, 
welche sie weit über die Landedellcute und unwissenden Fuchs- 
jäger stellte, aus denen das Unterhaus damals vornehmlich zusam- 
mengesetzt war. Aus dieser Ueberlegenheit an Kenntnissen folgte 
natürlich eine höhere und freiere Denkweise, als die sogenannten 
Repräsentanten des Volks besassen. Die Folge war, dass der alte 
966) Lord Brougham (Statesmen I, 219) sagt: "Es ist die Frage, ob irgend ein 
Politiker zu irgend einer Zeit jemals so vollständig mit den verschiedenen Interessen 
und der genauen Lage aller der Länder bekannt wer, mit denen sein Vaterland in 
Verkehr und Verhültniss stand." Parfs Worlcs IV, 14, 15; RussßlPs Menz. of F02: 
I, 320, 321, II, 91, 243; Bisset, llife of Barke I, 338. 
267) Burke sagte selbst nach der Französischen Revolution von Fox, „er wäre der 
ungekünsteltste, redlichste, offenste und wohlwollendste Mann und äusserst uneigen- 
nützig, von einem milden und fast zu versöhnlichen Charakter, der keinen Tropfen 
Galle in sich hätte." Rede über die Anschläge für die Armen für 1790 in Parl. 
bist. XXVIII, 356. Alisovfs Hist. of Ezwope VII, 171; Hollanofs Mem. qf the Wlzig 
purty 1, 3, 273; Trottefs Mem. of Fax XI, XIII, 24, 178, 415_ 
w?) Adolplms, Hist. of George III, VI, 692. Ein besonderer Umstand bei dieser 
rücksichtslosen Beleidigung wird erzählt in den Mem. of Holcroft III, 60. 
969) Adobphus, Hist. of George III, IV, 107, 108. RusselPs Mem. of Fax I, 
191, 287, 288, II, 44. Dutens, der viel Umgang mit Englischen Politikern hatte, 
hörte von der Drohung abzudanken im Jahr 1'784. Dutens, Mem. III, 104. Lord 
Holland sagte, während Fox' tödtlicher Krankheit "habe der Klönig den Fortschritt 
des Uebels eifrig verfolgt. Bei seinem Tode konnte er kaum sein unanständiges Froh- 
lockcn unterdrücken." Hollanzfs Menz. of tlw Whig parly II, 49.
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.