Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Civilisation in England
Person:
Buckle, Henry Thomas Ruge, Arnold
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1005674
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1009848
bis zum. 1a. 
J ahrh. 
387 
Ministers, der in einem freien Lande sein eignes Urtheil den per- 
sönlichen Vorurtheilen des Regenten opfert. 
Da es kaum möglich war, ausser ihm noch Minister von eben 
so viel Fähigkeit und eben so viel Untewvürügkeit zu finden, so 
ist es nicht zu verwundern, dass die höchsten Stellen immer mit 
Männern von offenkundiger Unfähigkeit besetzt wurdenß") Der 
König schien Wirklich aus Instinet einen Widerwillen gegen alles 
Grosse und Edle zu haben. Unter der Regierung Georgs II. hatte 
der ältere Pitt sich einen Ruhm erworben, der durch die ganze 
Welt ging und die Glorie des Englischen Namens zu einer nie ge- 
sehenen Höhe gehoben hatteßM) Als erklärter Freund der Volks- 
reehte widersetzte er sich jedoch den despotisehen Prineipien des 
Hofes, und darum wurde er von Georg III. mit einem Hasse ver- 
folgt, der kaum mit gesundem Verstande vereinbar zu sein sehienß ß 5) 
Fox war einer der grössten Staatsmänner des 18. Jahrhunderts und 
verstand sieh besser, als irgend ein Anderer, auf den Charakter 
und die Hülfsquellen der fremden Völker, mit denen unsre eignen 
953) Diese Abnahme in dem Talent der Männer im Amt wird von Burke im 
Jahr 1770 als eine nothwendige Folge des neuen Systems erwähnt. Vergl. Thouglzts 
an the pres. discontents, Burkds Werks I, 149 mit seiner schlagenden Aufzählung, 
Perl. hist. XVI, 879, der Entartung während der ersten neun Jahre Greorg's III. „In 
dieser Lage war die Frage nicht, wer die Staatsgesehäfte am besten versehen könne, 
sondern wer sie überhaupt nur übernehmen wolle. Männer von Talent und Redlich- 
keit wollten keine Stellen annehmen, wo sie Weder ihr Urtheil haben noch ihreln 
Herzen folgen durften." 1'780 als das Ucbel noch deutlicher geworden war, klagte 
derselbe grosse Beobachter darüber in seiner Anrede an seine Wähler von Bristol. 
"Es ist jetzt der Plan des Hofes, seine Diener unbedeutend zu machen," sagte er. 
Burkrfs Werks I, 257. Siehe ferner Przrräw Werks III, 256, 260, 261. 
164) Der kriegerische Erfolg seines Ministeriums wird in sehr starken Ausdrücken 
aber nicht unrichtig berichtet in Malwnäs Hist. (f England IV, 108, 185, 186 und 
siehe den vortrefflichen Ueberbliek in Brougltanfs Staiesnten I, 33, 34; über die Furcht, 
womit er Englands Feinde erfüllte, vergl. Mahon V, 165 Anm; Bedford, Corresp. III, 
87, 246, 247; Walpolds Letters to Mann I, 304, edit. 1843; Walpoleis JPIem. qf 
George III, II, 232 und das Geständniss, das Georgel mit Widerstreben ablegt, Mä- 
moires I, 79, 80. 
265) Lord Brougham (Sketches of statesvnen I, 22, 33) hat 311331191153 Beweise ge- 
geben von "dem wahrhaft rohen Gefühl" Georgs III. gegen Lord Chatham; vergl. 
Russelfs Manz. of F02: 1, l29p Ja die Gesinnung des Königs zeigte sich sogar in der 
Anordnung des Begräbnisses des grossen Ministers. Anmerkung in Aztolphus, Htst. 
of George 111, 11, 568; andere Beweise seines Uebelwollens geben zwei Briefe des 
Königs an Lord North in IIIahonCs Hist. of England V1, Anhang S. LIII, LIV; Tlze 
Grenrille Papers II, 386; Bancroffs Amer. revol. l, 4.38. 
25'"
        

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