Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Civilisation in England
Person:
Buckle, Henry Thomas Ruge, Arnold
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1005674
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1009681
VOIII 
bis zum 
Jahrh. 
371 
Geschichte jener Zeit aus den Quellen studirt haben. Ja, es bleibt 
unverständlich, selbst in seiner allgemeinen Bedeutung, wenn man 
nicht gewisse andere Verhältnisse in Betracht zieht, die mit diesem 
grossen Fortschritt genau zusammenhängen. 
Denn unterdessen war nicht bloss in denkenden Geistern, son- 
dern auch im Volke selbst eine grosse Veränderung vor sich ge- 
gangen. Der wachsende Skepticismus reizte die Wissbegierde und 
die Verbreitung der Erziehung gab die Mittel sie zu befriedigen. 
Daher finden wir als einen der Hauptzüge des 18. Jahrhunderts, 
wodurch es sich vortheilhaft vor seinem Vorgänger auszeichnete, 
ein Streben nach Wissenschaft in Schichten der Gesellschaft, wo 
sie bisher ausgeschlossen gewesen war. In dieser grossen Zeit 
wurden zuerst Schulen für die niedern Klassen eingerichtet, und 
zwar an dem einzigen Tage, wo sie Zeit dazu hattenßw) und 
Zeitungen für den Tag, wo sie sie lesen konntenß") Es war 
damals, dass wir in unserm Vater-lande zuerst Leihbibliotheken 
fandenf") und dass die Buehdruckerei, statt sich fast gänzlich 
919) Gewöhnlich heisst es, Raikes habe 1781 die Sonntagsschulen angefangen, 
aber obgleich es scheint, dass er der erste gewesen ist, der sie in passender Aus- 
dehnung organisiite, leidet es doch keinen Zweifel, dass sie im Jahr 1765 oder gleich 
darauf von Lindsay gegründet werden sind. Siehe Oappe, Menzoirs 118, 122; IIar- 
f0rd's Lzfe qf Burgess 92; Niclzols" Lit. umec. III, 430, 431, IX, 540; Clzalmeräg 
Bioyr. alict. XXV, 485; Jaum. of stat. soc. X, 196, XIII, 265; H0dy80n's Lzfe of 
Porteus 92. Es heisst in Spencefs Social staiistics 343, dass die Geistlichen der 
anglieanisehen Kirche sich der Gründung der Sonntagsschulen in cooymre widersetzten. 
Vergl. Waisorßs Obserw. am Soutlzcy Wesley 149. Jedenfalls vermehrten sie sich reissend 
und waren am Ende des Jahrhunderts allgemein geworden. Niokolaf Lit. zmeo. V, 
678, 679; Illustraiions I, 460; llife of Wilbedorce I, 180, II, 296; WesleyÄs Journ. 
806, 897. 
990) Hunt (Hist. of Newspupers I, 273) gedenkt der Sonntagjournale nilcht eher 
als in einer Bemerkung von Orabbe 1785; aber 1799 sagte Lord Belgrave im Unter- 
hause, dass sie zuerst "um das Jahr 1780" erschienen. Perl. bist. XXXIV, 1006. 
Im Jahr 1'799 versuchte Wilberforce ein Gesetz zu ihrer Unterdrückung durchzu- 
bringen. liefe of Wilberjforce II, 338, 424. 
921) Als Franklin 1725 nach London kam, gab es nicht öine Leihbibliothek in 
London. F12, Life by lzimseU I, 64; "und 1697 war die einzige Bibliothek, die sich 
einer öffentlichen näherte, die von 32'012 Colleye, die dem Londoner Klerus gehörte." 
Ellis, Letters of Zitemry mm 245. Das genaue Datum der ersten Leihbibliothek habe 
ich noch nicht entdeckt; aber nach Southey (Tlw doctor, ed. Wartet 1848, S. 271) 
war die erste, die in London errichtet wurde, etwa um die Mitte des 18. Jahrhunderts, 
die von Samuel Fancourt. Hutton (Life of ßimselj" 279) sagt: "Ich war der erste, 
der 1751 eine Leihbibliothek in Birmingham eröffnete." Andere Notizen über sie in 
der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts finden sich in Coleridge, Bioyr. liicraria II, 
24'
        

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