Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Civilisation in England
Person:
Buckle, Henry Thomas Ruge, Arnold
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1005674
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1009594
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Geschichte 
Engl. 
des 
Geistes 
dings Anlass zur Gereiztheit gefunden. Nach dem Tode unsers 
grossen Königs, Wilhelms III., bestieg ein thörichtes und unwissen- 
des Weib den Thron, deren Vorliebe für die Geistlichkeit in einer 
abergläubiseheren Zeit gefährliche Folgen gehabt haben würde! 9 2) 
Aber selbst so fand eine zeitweilige Reaction statt und die Kirche 
wurde unter ihrer Regierung mit einer Ehrerbietung behandelt, die 
Wilhelm gegen sie nicht hatte zeigen wollenßßß) Die natürliche 
Folge stellte sich unmittelbar ein; neue Verfolgungsmaasregeln 
wurden ausgesonnen, und neue Gesetze gegen die Protestanten 
gegeben, die sich den Lehren und. der Kirchenordnung der Staats- 
kirche nicht fügtenJM) Aber nach dem Tode der Königin Anna 
erholten sieh die Dissenter sehr bald, ihre Hoffnungen lebten Wie- 
der außtßö) ihre Zahl war fortdauernd im Wachsen, und trotz des 
von denen nicht weniger als 5000 im Gefängniss starben. Boyue rmd Beamelt, Hisi. 
of ilw Dissenters I, 108. Ueber die Grausamkeit des Klerus unter Karl II. vergl. 
Harris, Liws of tlw Stuarts V, 106; Orme, Life of Omen 344; Samen? Tmots XII, 
534. Ja Harwood sagte 1672 oifen im Uuterhause: „Unsere Absicht ist, alle Dissen- 
ter in die protestantische Kirche zurückzubrirxgcn, und wer nicht Willens ist, in die 
Kirche zurückzukehren, dem muss man keine Ruhe lassen. Perl. bis-l. IV, 530. Ueber 
den Eifer, womit dies ausgeführt wurde, siehe eine Nachricht von 1671 in Samen? 
Tracts VII, 586-615 und die Angabe von De Foe in Wilsoniv Lzfe of De Foe II, 
443, 444. 
m) Ausser dem Briefwechsel, den die Herzogin von Marlborough zur Belehrung 
der Nachwelt aufgehoben hat, haben wir noch Steif zur Beurtheilung der Fähigkeiten 
der Königin Anna in den Briefen, die in Dalrymplds Memoiren veröffentlicht sind. In 
einem derselben schreibt Anna kurz nach der Erklärung für Gewissensfreiheit: „Wir 
alle von der Staatskirche haben eine traurige Aussicht; alle Sectirer können nun thun, 
was sie wollen. Jedem steht die Ausübung seiner Religion frei, ohne Zweifel um 
uns zu Grunde zu richten; dies, denke ich, liegt für jeden unparteiischen Beurtheiler 
auf der Hand." Dalrymplds Memoirs, Anhang zu Buch V, vol. II, 173. 
493) Siehe eine bemerkenswerthe Stelle in Seiner-s" Tracls XII, 558 und Wilsonls 
Lvfe qf De F00 III, 372. 
194) Bogue und Bwmeffs Hist. of tke Dissenters I, 228-30, 237, 260-77, und 
Hallam (Gunst. bist. II, 395, 397),' Wo er sagt: "Es ist unmöglich, einen Augenblick 
daran zu zweifeln, dass jede Spur von Duldung würde ausgelöscht worden sein, wenn 
das Leben der Königin die lbry-Regierung nur noch einige Jahre im Amt erhalten 
hätte." Aus der Vemmz Cor-respond. III, 228 geht hervor, dass kurz nach Annaß 
Thronbcsteigung ein Vorschlag gemacht wurde, "die Dissenter vom Stimmen bei den 
Wahlen auszuschliessem" und wir wissen aus Burnefs Own tione V, 108, 136, 1347, 
218, dass die Geistlichkeit es gern gesehen haben würde, wenn Anna noch mehr Eifer 
gegen die Dissenter entwickelt hätte, als sie wirklich that. 
'95) Boyue und Bennett, Hist. of Ilw Biss. III, 118. In Ivimeyür: Hist. of tlw 
Baptists wird gesagt, der Tod Annvfs sei eine Erhörung- der Gebete der Dissenter
        

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