Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Civilisation in England
Person:
Buckle, Henry Thomas Ruge, Arnold
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1005674
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1009462
VOIII 
bis zum 
18. Jahrh. 
349 
sagen kann, sie sei, wenn man alle ihre Schwierigkeiten in Be- 
tracht zieht, die glücklichste und glanzendste in der Geschichte 
unsers Vaterlandes gewesen. Aber dies gehört vielmehr in die 
folgenden Bände dieses Werks; jetzt haben wir nur die Folgen 
der Revolution für jene geistliche Macht anzugeben, durch die die 
Revolution unmittelbar hervorgebracht wurde. 
Kaum war es dem Klerus geglückt Jacob II. zu vertreiben, 
als er in seiner Mehrzahl seine eigne That bereuteJ") Ja, schon 
ehe er aus dem Lande hinaus war, hatte sich allerlei ereignet, 
das den Geistlichen Zweifel gegen die Politik einflösste, die sie 
befolgten. Während der letzten Wochen, wo er noch regieren 
durfte, hatte er Zeichen einer zunehmenden Achtung vor der Eng- 
lischen Hierarchie gezeigt. Das Erzbisthum York war so lange 
unbesetzt geblieben, dass man glaubte, die Krone wolle entweder 
einen Katholiken ernennen, oder die Einkünfte einziehnft") Aber 
zum Entzücken der Kirche besetzte Jacob jetzt diesen wichtigen 
Posten durch die Ernennung Lamplughs, der als ein starrer Kirch- 
licher und eifriger Vertheidiger der bischöflichen Privilegien bekannt 
Warlöo) Und kurz zuvor hatte der König den Befehl zurückge- 
nommen, wodurch der Bischof von London von der Ausübung 
seines Amtes suspendirt worden warß") Den Bischöfen im All- 
443) Ueber ihre plötzliche Reue und deren Ursachen siehe Neal, Hist. of tke 
Purilans V, 71. 
449) Mackintoslz, Hist. of the revolut. of 1688, 81, 191. Nach dem Tode des 
Erzbischofs Dolben blieb der Sitz länger als 2 Jahre leer und Cßmtwright hoffte dazu 
zu gelangen. Oartwrightls Diary von Bunter 45. Und aus einem Briefe des Erzbi- 
schofs von Oanterbury (Clarendon, Corresp. I, 409) sehen wir, dass im Mai 1688 
Besorgniss darüber gefühlt wurde, dass die Iriehen Bisthiimer nicht besetzt wurden. 
Burnet III, 103. Carwithen (Hist. of the Engl. churck II, 492) sagt, Jacob habe 
die Absicht gehabt, den Jesuiten Petre zum Erzbischof zu machen. 
450) Lamplugh wurde im Nov. 1688 von Exeter nach dem Erzbischofthum York 
versetzt. Siehe den Bericht aus jener Zeit in Ellis' Uarresp. II, 303 und ElZ-is' 
Original lctters, II. series, vol. IV, 151. Er war ein sehr orthodoxer Mann und hasste 
nicht nur die Dissenters, sondern zeigte auch seinen Eifer durch ihre Verfolgung- 
Wilson, Lzfe of De Foe I, 94, 95. Vergl. eine Anekdote von ihm in Baxteriv Lzfß 
vf Izimself, 1696, III, 178, 179. 
'51) In einem Briefe aus London vom 29. Sept. 1688 (Ellisf Cowesp. II, 224 
und Origin. leiten, II. ser. IV, 128) heisst es: "Die Suspension des Bischofs von 
London ist aufgehoben." Senner! Tracts IX, 215. Dies ist um so merkwürdiger, da. 
es nach Johnstone im Dec. 1687 die Absicht War, ihn zu entsetzen. Mackintoslz, 
Revolut. 211, 212. 
        

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