Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Civilisation in England
Person:
Buckle, Henry Thomas Ruge, Arnold
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1005674
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1009448
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regenß") Dies sind Dinge, die wir wohl erwägen müssen. Dies 
sind Lehren von unschätzbarem Werthe für die, denen es gegeben 
ist, den Gang der öffentlichen Meinung zwar nicht zu leiten, aber 
doch einigermaassen zu bestimmen. Das Volk im Ganzen kann 
die Verpflichtungen, welche es der Revolution von 1688 verdankt, 
nicht zu hoch anschlagen; aber es mag sich hüten, seine Dank- 
barkeit mit Aberglauben zu verbinden. Es mag das majestäti- 
sche Gebäude nationaler Freiheit bewundern, das in Europa allein 
steht, wie ein Leuchtthurm mitten im Wasser; aber es muss nicht 
denken, dass es denen irgend etwas verdankt, welche es zwar 
aufrichten halfen, aber nur, um ihre eigne Selbstsucht zu befrie- 
digen und ihre geistliche Gewalt zu befestigen, die sie sich dadurch 
zu sichern hofften. 
Es ist wirklich schwer, sich vorzustellen, wie gross der An- 
stoss war, den die Englische Oivilisation durch die Vertreibung 
des Hauses Stuart erhielt. Unter die unmittelbarsten Folgen müssen 
wir die Grenzen rechnen, welche der königlichen Macht gesetzt 
wurdenf H) ferner die wichtigen Schritte zu religiöser Duldungf 4 3) 
m) Einige Schriftsteller haben die Geistlichkeit zu vertheidigen gesucht, weil 
sie eine solche Erklärung für ungesetzlieh gehalten. Diese Vertheidiguug verträgt sich 
aber nicht mit ihrer Lehre vom passiven Gehorsam; ausserdem widerspricht was sie 
früher selbst gethan und beschlossen dieser Annahme. Jeremias Taylor in seinem 
Ductar dubitantiztavz, welches ihre grosse Autorität ist, versichert, "ungesetzliche Procla- 
mationen und Edicte eines treuen Königs können von dem Klerus in seinen ver- 
schiedenen Stellungen publieirt werden." Heber, Lzfe of Taylor, pag. CGLXXXVI. 
Heber fügt hinzu: „Ich wollte, ich hätte dies nicht in Taylor gefunden und danke 
dem Himmel, dass dies Princip 1687 von dem Englischen Klerus nicht angenommen 
wurde." Aber warum wurde es 1687 nicht angenommen? Bloss weil 1687 der König 
das Monopol des Klerus antastete, und der Klerus vergass sein Prineip nur, um 
seinen Feind zu treifen. Und was die Beweggründe zu dieser Veränderung noch auf- 
fallender macht, ist dass noch 1681 der Erzbischof von Canterbury die Geistlichen 
eine Deelaration KarPs II. ablesen liess und dass in einer durehgesehenen Ausgabe 
der Liturgie er das nämliche hinzufügen liess. Siehe NauPs Hist. of the Puritmzs 
V, 56. Vergl. Calamyfs Own lifk 1, 199, 200; Maclcinioslz, Revolution 242, 243; 
D'0yly, Lzfe of Sanoroft 152; King's Lifä of Locke I, 259; Lifu of Jmne-Y II, ed- 
Clarke II, 156. 
m) Sie werden in einer populären Flugschrift, die dem Lord Somers zugeschrie- 
ben wird und in Samen? Traets X, 263, 264 gedruckt werden ist, aufgezählt. Die 
verminderte Hochachtung für die Krone nach 1688 wird verständig hervorgehoben in 
Malmfs Hist. of England 1, 9. 
443) Die Toleranzacte wurde 1689 durchgebracht; die Historiker der Dissenters 
nennen sie ihre Magna carm und drucken sie ab. S. Boguc ami Bmmett, Hist. of tlw
        

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