Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Civilisation in England
Person:
Buckle, Henry Thomas Ruge, Arnold
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1005674
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1009396
342 
des 
Geschichte 
Engl. 
Geistes 
Wunsch es war, die katholische Kirche wieder herzustellen und 
jenes boshafte System wieder bei uns einzuführen, welches sich 
offen mit der Unterdrückung der menschlichen Vernunft breit macht. 
Dieser Wechsel war in seinen schliessliohen Folgen das grösste 
Glück, das unserm Vaterlande hätte begegnen können. Trotz der 
Religionsverschiedenheit hatten die Englischen Geistlichen immer 
eine Zuneigung zu Jacob gezeigt; sie bewunderten und schätzten 
seine Ehrfurcht vor dem Priesterstande, obgleich sie natürlich eifrig 
wünschten, er möge den Eifer seiner Verehrung zu Gunsten der 
Englischen und nicht der Römischen Kirche wirken lassen. Sie 
fühlten, wie vortheilhaft es ihrem Stande sein würde, wenn seiner 
Frömmigkeit eine andere Richtung gegeben werden könnteß") 
Sie sahen, dass es in seinem Interesse lag, seinen Glauben zu 
verlassen und glaubten, bei einem so grausamen und lasterhaften 
Menschen würde sein Interesse die einzige Rücksicht seinßßs) 
Daher machten sie in einem der entscheidendsten Augenblicke seines 
Lebens eine grosse und erfolgreiche Anstrengung zu seinem Gun- 
sten; und sie wandten nicht nur alle ihre Macht auf, um den Ge- 
sctzvorschlag für seinen Ausschluss von der Thronfolge durchfallen 
zu lassen, sondern reichten auch Karl eine Glückwunsch-Adresse 
ein, als es geschehen warß M) Als Jacob wirklich den Thron 
bestieg, fuhren sie fort, die nämliche Gesinnung darzulegen. Ob 
sie noch auf seine Bekehrung hofften oder in ihrem Eifer für die 
Verfolgung der Dissenter die Gefahr für ihre eigne Kirche über- 
sahen, ist ungewiss; aber es ist eine der seltsamsten und unbestreit- 
barsten Thatsachen in unsrer Geschichte, dass eine Zeit lang ein 
eifriges Bündniss zwischen einer protestantischen Hierarchie und 
L 
427) Im Jahr 1678 bemühte sich der Erzbischof von Canterbury, Jacob zu be- 
kehren, und in einem Briefe an den Bischof von Winchester hebt er die „ glücklichen 
Resultate" hervor, welche das Gelingen seiner Bemühungen haben würde. Dieser 
charakteristische Brief steht Ularendon, Oorrcsp. II, 465, 466. Die Beweggründe des 
Bischofs sind aufrichtig und des Breitereu in Wilsmfs werthvollem Buch Lzfc of De Foe 
I, 74 angegeben. 
m) In einer Flugschrift der Hochkirche von 1682 gegen den Gesetzvorschlag, 
Jacob auszuschliessen, wird seine Sache vertheidigt, aber die Verlegenheit, die es 
ihm bereiten würde, wenn er Katholik bliebe, wslrd stark hervorgehoben. Siehe die 
pfiffigen Bemerkungen in Somens" Trrwts VIII, 258, 259. 
m) Wordsworllß, BZ-cl. lziogr. IV, 665. Ueber ihren Eifer gegen die Bill Harris, 
Divas of tlw Stuarts V, 181; Bumet, Own iime II, 246; Somers, Tractß X, 216, 253; 
Omnplzellls Clumvel. III, 353; Oßrwitherfs Hist. of tlw clmrclz II, 431.
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.