Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Civilisation in England
Person:
Buckle, Henry Thomas Ruge, Arnold
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1005674
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1009385
VOHI 
16. bis zum 
Jahrh. 
341 
cherlei Umstände, welche in dieser vorläufigen Skizze nicht erwähnt 
werden können, die aber alle den Stempel der Auflehnung gegen 
die alte Autorität trugen. In einem folgenden Bande wird dies 
noch deutlicher gemacht werden, die Falle von Einzelheiten, die 
ich dort beizubringen Gelegenheit haben werde, würden sich aber 
für diese Einleitung nicht eignen. Es ist jedoch genug angeführt 
worden, um den allgemeinen Gang des Englischen Geistes anzudeu- 
ten und dem Leser einen Leitfaden zum Verständniss noch ver- 
wickelterer Ereignisse zu geben, die im Fortgange des 17. Jahr- 
hunderts auf uns einzudringen begannen. 
Einige Jahre vor KarPs II. Tode machte die Geistlichkeit eine 
grosse Anstrengung, ihre frühere Macht Wieder zu erlangen. Sie 
brachte die Lehre vom passiven Gehorsam und vom Recht von 
Gottes Gnaden Wieder auf, die offenbar der Zunahme des Aber- 
glaubens günstig sindJ") Der Englische Geist war jedoch jetzt 
hinlänglich vorgeschritten, um jene Dogmen zurückzuweisen; und 
so verstärkte dieser Versuch nur den Gegensatz zwischen den Inter- 
essen des Volks im Ganzen und des Klerus als eines Standes. 
Kaum war dieser Anschlag zurückgewiesen, als der plötzliche Tod 
KarPs II. einen Fürsten auf den Thron brachte, dessen ernstlicher 
 
er seinen Stoff angeordnet hat, und für die edle Freiheitsliebe, die sein ganzes Werk 
beseelt, auszudrücken. Dies sind Eigenschaften, welche die Anfechtungen seiner un- 
bedeutenden Verkleinerer lange überleben werden,  Menschen, die hinsichtlich des 
Wissens und Geistes unwürdig sind seine Schuhriemen aufzulösen. 
496) Hallamäs Oonst. hist. II, 142, 143, 153-56, woraus erhellt, dass diese 
Bewegung etwa 1681 begann. Der Klerus als Stand ist natürlich dieser Lehre ge- 
neigt; und folgende Stelle, erst vor 12 Jahren gedruckt, wird dem Leser eine Probe 
von den Gesinnungen geben, die einige darunter hegen. Der hochwürdige Herr Sewell 
(Christ. polit, Lond. 1857, 157) sagt: „Der regierende Monarch sei ein Wesen mit 
souveräner physischer Macht durch die Hand und Zulassung der Vorsehung ausge- 
rüstet und sei als solcher Herr über unser Gesetz, dem jeder Unterizhan seinen Willen 
Opfern und seine Handlungen unterwerfen müsse... Der wenn er irrt, als Mensch, 
nicht als König irrt und nicht den Menschen, sondern nur Gott verantwortlich ist." 
Und S. lll werden wir darüber belehrt, dass die Kirche "übereinstimmend und ohne 
Anstand die Pflicht des passiven Gehorsams verkündigt habe." Siehe auch über 
die Vertheidigung dieses sklavischen Grundsatzes durch die Kirche Wordsworth, Eccl. 
biogr. IV, 668; Dofe Of Km, öy ad layman II, 523; Latkburyäs Hist. of oonvocation 
228; Laghlnmfs Nonjurors 50, 135, 197 und einen Brief von Nelson, Verf. der Fests 
lmd festimls in Nickel! Lit. zmee. IV, 216. Mit vollkommenem Recht sagte daher 
Fox im Unterhause, "wenn Einer ein guter Kirchendiener wäre, möge er ein schlechter 
Bürger werden." 11m. km. XXIX, 1311. 
        

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