Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Civilisation in England
Person:
Buckle, Henry Thomas Ruge, Arnold
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1005674
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1009352
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des 
Geschichte 
Engl. 
Geistes 
Feindschaft des Klerus war hinläingliche Empfehlung bei Karl. 
Schon vor seiner Thronbesteigung hatte der König manchen von 
' seinen Grundsätzen eingesogenf m) und nach der Restauration be- 
handelte er den Schriftsteller mit einer Achtung, die man skandalös 
fand. Er schützte ihn gegen seine Feinde, er hing sein Portrait 
ziemlich auffallend in seinem eignen Zimmer in Whitehall zur 
Schauuß) und gab diesem furchtbarsten Gegner der geistlichen 
Hierarchie, der jemals gegen sie in die Schranken getreten war, 
sogar einen Jahrgehaltß M) 
Wenn wir einen Augenblick auf die Ernennungen von Geist- 
lichen durch Karl II. sehen, so werden wir dieselbe Richtung finden. 
Die höchsten Kirchenämter wurden unter ihm beständig Männern 
anvertraut, denen es entweder an Kenntnissen oder an Charakter 
fehlte. Es wäre vielleicht zu weit gegangen, wenn man dem Könige 
einen bewussten Plan zur Herunterbringung des Rufs der Bischofs- 
bank zuschreiben wollte, aber es ist gewiss, wenn er einen solchen 
Plan hatte, so schlug er einen Weg ein, der am sichersten zu 
diesem Zwecke führen musste; denn ohne Uebertreibung kann man 
sagen, so lange er lebte, waren die obersten Englischen Prälaten 
ohne Ausnahme entweder unfähig oder unredlich. Sie waren nicht 
im Stande zu vertheidigen, was sie wirklich glaubten, oder auch 
sie glaubten nicht, was sie öffentlich bekannten. Nie waren die 
Interessen der Anglikanisehen Kirche so schwach vertheidigt wor- 
den. Der erste Erzbischof von Oanterbury, den Karl ernannte, war 
Juxon, dessen Schwäche bekannt war, und von dem seine Freunde 
nur sagen konnten, sein Mangel an Gelehrsamkeit werde durch 
die Güte seiner Absichten aufgewogenß") Als er starb, erhob 
der König zu seinem Nachfolger Sheldon, den er vorher zum Bi- 
schof von London gemacht hatte, der nicht nur seinen Stand durch 
gröbliche Intoleranz ' 1 6) in schlechten Ruf brachte, sondern auch den 
4'11)Burnet (Own timß I, 172) sagt: Sie machten einen tiefen und dauernden 
Eindruck auf des Königs Gemüth. 
443) Ein Porträt von Oooper. Siehe Woozlls Athenae Oxonienses III, 1208. 
414) Sorb-ierds Voyage to England 39; Wood's Alb. 0x. III, 1208; über die Po- 
pularität von Hobbes' Werken unter der Regierung KarYs II. Pcpyd Diary IV, 164; 
Lives of the Norths III, 339. 
"5)A1s er ernannt wurde, sagte Bischof Burnet (Oum time I, 303) von ihm: 
"Er war nie ein grosser Gottesgelchrter und ist jetzt zu alt." 
416) Davon giebt sein Freund Biechof Parker ein Beispiel. History of in's man {ime 
31-"33. Vergl. Neafs Hist. af tke Puritans IV, 429; Wilsorfs lfemoirs of De Foe I, 46.
        

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