Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Civilisation in England
Person:
Buckle, Henry Thomas Ruge, Arnold
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1005674
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1006163
der 
Hülfsquellen bei 
Geschichtsforschung. 
19 
stechendsten und folglich leichter zu beobachten sind, theils weil wir 
durch die Auffindung der Gesetze der mächtigsten Wirkungsart in 
erster Reihe weniger unerklärte Thatsachen übrig behalten, als 
wenn wir mit der Auffindung der Gesetze der geringeren Kraft be- 
gonnen hätten. Ehe wir jedoch diese Untersuchung beginnen, wird 
es passend sein, einige der entscheidendsten der jetzt vorhandenen 
Beweise für die Gesetzmässigkeit in den auf einander folgenden 
Erscheinungen des Geistes zu geben. Hierdurch werden die An- 
sichten, die wir so eben aufgestellt, bedeutend unterstützt werden; 
und zugleich können wir sehen, was an den Mitteln ist, die be- 
reits angewendet worden sind, um diesen grossen Gegenstand auf- 
zuklären. 
Wie werthvoll das schon Erreichte ist, ergiebt sich nicht nur 
aus dem weiten Umfang, über den sich die Verallgemeinerung der 
Erscheinungen erstreckt, sondern auch aus der ausserordentlichen 
Vorsicht, die man dabei beobachtet. Denn während die meisten 
ethischen Untersuchungen auf irgend einer theologischen oder me- 
taphysischen Hypothese gegründet waren, sind die Untersuchungen, 
von denen ich rede, ausschliesslich abgeleitet (inductive); sie grün- 
den sich auf Sammlungen fast unzähliger Thatsachen, die sich über 
viele Länder ausdehnen und in die klarste aller Formen, in die 
Form arithmetischer Tabellen gegossen sind; und endlich sind sie 
von Männern zusammengestellt, die, meistens blosse Staatsdienerf 0) 
keine besondere Theorie zu behaupten und kein Interesse daran 
hatten, die Wahrheit der Berichte, die ihnen aufgetragen waren, 
Zll entstellen. 
Die umfassendsten Folgerungen über die Handlungen der Men- 
schen, unleugbare Wahrheiten und von allen Parteien dafür aner- 
kannts sind aus diesen und ähnlichen Quellen abgeleitet; sie grün- 
den sich auf statistische Thatsachen und sind in mathematischer 
Sprache ausgedrückt. Und wer darauf geachtet hat, wie viel durch 
dles Verfahmll allein schon entdeckt worden, muss nicht nur die 
Gleichmäßigkeit erkennen, womit die Erscheinungen der geisti- 
gen Welt auf einander folgen, sondern auch die Zuversicht hegen, 
dass 110'311 Vvißhtigere Entdeckungen bevorstehen, sobald nur  jene 
neuen wirksamen Mittel, die schon der jetzige Zustand unserer 
Ihnntnisse in Uebemllss gewährt, zur Anwendung kommen. Hier 
jedoch handelt sichs natürlich nur um die Beweise für das Dasein 
Dufau; Traitä de statistiqzze p. 
75a 
148.
        

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