Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Civilisation in England
Person:
Buckle, Henry Thomas Ruge, Arnold
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1005674
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1009297
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Geschichte des Engl. 
Geistes 
auch ein Gesetz gegeben, das allen Bischöfen oder geistlichen 
Gerichten verbot, den Eid ex officio zu verlangen, Wodurch die 
Kirche bisher verdächtige Personen gezwungen hatte, sich selbst 
anzuklagenf") Was den Adel anlangt, so war es ebenfalls unter 
der Regierung Karl's 11., dass das Oberhaus nach einem heftigen 
Kampfe seine Ansprüche auf ursprüngliche Gerichtsbarkeit in Civil- 
sachen aufgeben musste und so für immer ein bedeutendes Mittel, 
seinen Einfluss auszudehnen, verlor! 0 o) Und unter derselben Regie- 
rung wurde das Recht-des Volks, nur durch seine eignen Abgeord- 
neten besteuert zu werden, festgesetzt; das Unterhaus hat seitdem 
die ausschliessliche Macht, Finanzgesetze vorzuschlagen, behalten, 
und den Lords ist nur die Form geblieben, diesen Beschlüssen 
ihre Zustimmung zu gebenl M) Dies waren die Anstrengungen, 
die man machte, um den Klerus und den Adel zu zügeln. Aber 
es wurde noch Anderes eben so Bedeutendes geleistet. Durch die 
Abschaifung des schmahlichen Rechtes, Lebensmittel für den Hof 
liefern zu lassen und des Vorkaufsrechtes wurde der Macht des 
Königs, seine Widerspenstigen Unterthanen zu scheeren, eine Schranke 
gesetzt! M) Durch die Habeascorpusaete wurde die Freiheit jedes 
tige Maassregel durch ein friedliches Uebereinkommen zwischen Sheldon und Clarendon 
ins Werk gerichtet wurde. Anmerkungen von Onslow in Burnefs Own timc I, 340, 
IV, 508, 509. Vergl. Lord Cambden's Darstellung Perl. liist. XVI, 169 mit der Rede 
von Lord Bathurst XXII, 77, und Lord Temple's in Tooke's Angelegenheit XXXV, 
1357. Oarwithen (Hist. of tlze ehm-eb of Engl. II, 354, Oxf. 1849) "trauert über diese 
Verkürzung der Freiheiten der Englischen Geistlichkeit." 
99) 13. Jahr Karl's II, c. 12. Vergl. Stephans Lzfe of Toolve I, 169, 170 mit 
Blackstonefs Oommenl. III, 101; Hallam {Oonst bist. I, 197, 198) hat Zeugnisse bei- 
gebracht über das Verfahren, wodurch die Geistlichkeit ihren Widersachern mit dem 
Ex ofjicio-Eide zu schaden pflegte. 
m) Dies war der Ausgang des berühmten SÜQÜGS lüeksichtlich Skinnefs im 
Jahr 1663; „und von dieser Zeit an, sagt Hallam, gaben die Lords stillschweigend 
alle Ansprüche auf eine ursprüngliche Gerichtsbarkeit in Civilsachen auf." Gunst. hist. 
II, 184. Nachricht über Skinnefs Sache, welche mit der Ostindischen Gompagnie zu- 
sammenhängt, iindet sich bei Mill, Hist. qf Indiz: I, 102, 103. 
m) Halhmfs Oonsl. laist. II, 189-192 und Ecalestoßfs English antiquities 326. 
Die Streitigkeiten der beiden Häuser über die Besteuerung sind kurz angegeben in 
Parkefs Hist. qf in's own time 135, 136. 
w?) „Die berüchtigten Rechte der Lieferungen und des Verkaufs" wurden abge- 
schafft durch das Gesetz vom 12. Jahr KarPs IL, c. 24. Hallamäs Oonst. bist. II, 11. 
Burke in seiner prächtigen Rede über ökonomische Reform beschreibt die Missbräuche 
des alten Systems der Lieferungen für den Hof. Burkds Werks l, 239. Siehe auch 
Kemble, Saxzms in England II, 88 die Anm; Buwinglon, On Ilze Statuten: 183-185,
        

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