Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Civilisation in England
Person:
Buckle, Henry Thomas Ruge, Arnold
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1005674
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1009268
vom 
bis zum 
J ahrh. 
329 
Ich habe dem Leser jetzt den Gesichtspunkt vorgelegt, unter 
dem nach meiner Meinung die Periode zu beurtheilen ist, deren 
wahres Wesen, wie ich glaube, kläglich missverstanden worden 
ist. Die politischen Schriftsteller, welche die Begebenheiten ohne 
Rücksicht auf eine geistige Entwickelung beurtheilen, von der sie 
doch nur ein Theil sind, werden unter der Regierung KarPs II. 
vieles zu verwerfen, und fast nichts zu billigen finden. Sie Wer- 
den mir vorwerfen, ich hätte den schmalen Pfad, auf den sich die 
Geschichte bisher zu oft beschrankt hat, verlassen, und doch kann 
ich nicht absehn, wie es möglich wäre , ohne eine solche Abwei- 
chung eine Periode zu verstehen, die "auf einen oberflächlichen 
Blick voll der gröbsten Widersprüche zu sein scheint. Diese 
Schwierigkeit wird sehr deutlich hervortreten, wenn wir einen 
Augenblick das Wesen der Regierung KarPs mit den grossen Dingen 
zusammenhalten, welche unter dieser Regierung friedlich erreicht 
wurden. Ein solcher Mangel an Zusammenhang der Mittel und 
des Zwecks war offenbar nie vorher dagewesen. Sehen wir blos 
auf den Charakter der Regierenden und ihre ausländische Politik, 
so müssen wir sagen, die Regierung KarPs II. sei die schlechteste 
gewesen, die man in England je erlebt hätte. Wenn wir aber 
unsere Beobachtungen auf die Gesetze, die gegeben, und auf die 
Principien, die festgestellt wurden, beschränken, so werden wir 
zugeben müssen, dass diese nämliche Regierung eine der glänzend- 
sten Epochen in unserer Vaterländischen Geschichte bildet. Nimmt 
man es politisch und moralisch, so finden sich in dieser Regierung 
alle Elemente der Verwirrung, der Schwäche und des Verbrechens. 
Der König selbst war ein gemeiner geistloser Lüstling, ohne die 
Moral eines Christen und ohne das Gefühl eines Mannesßg) Seine 
Minister, mit Ausnahme Clarendon's, den er wegen seiner Tugen- 
in der ersten Ausgabe) giebt, will ich den Leser noch auf Monoonys, Voyage III, 
31 verweisen; ferner auf Sorbieres" Voyage to England 32, 33; Evelynäs Diary 
II, 199, 286; Pepys, Diary I, 375, Il, 34, III, 85, IV, 229; Burnefs Oum Time I, 
171, 322, II, 275; Burnefs Lives 144; Oampbelläs Olriqfjustices I, 582. 
89) Die Behandlung seiner jungen Frau unmittelbar nach der Hochzeit ist viel- 
leicht das Aergste, was von diesem niederträchtigen und verächtlichen Könige he- 
richtet wird. Listefs Lqfe of Olarendon II, 145-153. Dies ist bewiesen, aber 
Burnet (Oum Time I, 522 und II, 467) deutet einen furchtbaren Argwohn an, den 
ich selbst von Karl II. nicht glauben kann und dessen Harris, der Belege für seine 
erstaunliche Lüderlichkeit gesammelt hat, nicht erwähnt hat, obgleich er eine von 
den Stellen aus Burnet citirt. Hm-ris, Liues af tlze Stuarts V, 36-43. Wie jedoch
        

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