Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Civilisation in England
Person:
Buckle, Henry Thomas Ruge, Arnold
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1005674
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1009254
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Geschichte 
des Engl. 
Geistes 
und jeder, der in städtischen Geschäften ein Gewerbe treibt, dessen 
Erfolg von seiner eignen Geschicklichkeit abhängt, hat mit jenen 
unerklärten Erscheinungen, welche die Phantasie des Landbebauers 
verwirren, nichts zu thun. Wer mit seiner Geschicklichkeit das 
rohe Material bearbeitet, wird offenbar weniger von jenen Vor- 
fallen, die nicht in seiner Macht stehen, berührt, als wer den 
rohen Stoff ursprünglich anbaut. Sei es schönes Wetter oder sei 
es Regenwetter, er treibt sein Geschäft mit gleichem Erfolg und 
lernt sich ganz auf seine eigne Kraft und auf die Geschicklichkeit 
seiner Hände verlassen. Wie der Seefahrer natürlich abergläubischer 
ist als der Soldat, wegen seines unsicherer-n Elements, gerade so 
ist der Bauer abergläubischer als der Handwerker, weil er öfter 
und ernstlicher von Ereignissen betroffen wird, welche ihn die 
Unwissenheit der Einen launisch, und die der Andern übernatür- 
lich zu nennen lehrt. 
Man könnte leicht noch weiter zeigen, dass der Fortschritt der 
handarbeitenden Klassen auch ausser der Vermehrung des National- 
reichthums der Civilisation einen gewaltigen Dienst erwiesen hat, 
indem er den Menschen mit Vertrauen auf seine eignen Hülfsquellen 
erfüllte; 81) und wie er durch die Schöpfung ganz neuer Beschäf- 
tigungen, wenn ich so sagen darf, die Scene verwandelt hat, wo 
sonst wahrscheinlich der Aberglaube würde Hütten gebaut haben. 
Aber dies würde mich hier zu weit führen, und die bisherige Er- 
örterung reicht hin, um zu zeigen, wie der theologische Geist durch 
die Neigung zu experimentaler Wissenschaft vermindert worden sein 
müsse, eine Neigung, die einen Hauptzug der Regierung KarFs II. 
bildet") 
bigen Bauern. Siehe seine Siluria 61. Dieselbe Richtung hat man in Asien bemerkt; 
siehe Marsdm, Hist. of Smnamz 63. Einige merkwürdige Belege des Aberglaubens 
der Bauern hinsichtlich des Wetters s. in Monteil, Hist. des divers ätats III, 31, 39. 
37) Aus diesem Gesichtspunkt sind die entgegengesetzten Richtungen des Acker- 
baues und der Fabrikation mit vielem Urtheil von Herrn Porter gegen einander ge- 
halten worden am Ende seiner Abhandlung über die Statistics of agriculture, Journal 
of tlw statist. soc. II, 295, 296. 
38) Es hat wirklich nie eine Periode in England gegeben, in welcher das physi- 
kalische Experimentiren so zum guten Ton gehört hätte. Dies verdient nur Beachtung 
als ein Zeichen der Zeit, denn von Karl II. und den Edelleuten liess sichs nicht er- 
warten, dass sie unsere Wissenschaft in irgend etwas vermehren würden; sie haben 
sie auch nicht vermehrt und ihr Schutz, den sie der Wissenschaft angedeihen liessen, 
erniedrigte sie nur und förderte sie nicht. Der vorherrschende Geschmack ist jedoch 
merkwürdig und zu dem Gemälde, welches uns Macaulay (Hin. of England I, 408-412
        

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