Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Civilisation in England
Person:
Buckle, Henry Thomas Ruge, Arnold
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1005674
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1009156
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des 
Geschichte 
Engl, 
Geistes 
Bewegung, welche sich in der Mitte des 17. Jahrhunderts in allen 
Zweigen des praktischen und spekulativen Lebens zeigte. Nach 
dem Tode Bac0's war ohne Zweifel Boyle einer der ausgezeich- 
netsten Engländer, den man im Vergleich mit seinen Zeitgenossen 
unmittelbar unter Newton stellen könnte, obgleich er ihm natürlich 
als originaler Denker sehr nachstehtßß) Mit den Erwerbungen im 
Bereich des Wissens, die er machte, haben wir es hier nicht un- 
mittelbar zu thun, dürfen aber erwähnen, dass er der erste war, 
der genaue Experimente über das Verhältniss zwischen Farbe und 
Hitze machte; G") und er fand auf diese Weise nicht nur einige 
sehr wichtige Thatsachen, sondern legte auch einen Grund zu jener 
Vereinigung von Optik und Thermotik (Wärmelehre), welche zwar 
noch nicht vollendet ist, aber doch nur auf einen grossen Denker 
wartet, der beide unter einen Gesichtspunkt fasst, und so die beiden 
Wissenschaften zu einem einzigen Gegenstande des Studiums erhebt. 
Und Boyle verdanken wir auch mehr als irgend einem andern 
längländer, was wir jetzt von der Wissenschaft der Hydrostatik 
besitzenßs) Er ist der erste Entdecker des schönen Gesetzesf") 
56) Monk (Lzfe of Bentley I, 37) sagt, Boyle's Entdeckungen hätten seinen Namen 
unmittelbar unter den von Newton gestellt, und dies halte ich für richtig, ungeachtet 
der ungeheuren Ueberlegenheit Newton's.  
67) Vergl. Powell, On radiant heat, Brit. assoe. I, 287 mit Lloydis Report 1m 
pkysical optics 338. Wegen der Bemerkung über die Farben siehe Boylefs Werks LI, 
1-40, und wegen Nachricht über seine Experimente 41-80; eine unbedeutende Notiz 
siehe in Brewsteräs Life of Newton I, 155, 156, 236. Ich glaube, es ist nicht allge- 
mein bekannt, dass Power einige seiner Experimente über die Farben Boyle zu danken 
haben soll. Siehe einen Brief von Hooke in Boylds Werks V, 533. 
68) Dr. Whewell {Bridgewater treatise 266) bemerkt ganz richtig, Boyle und Pascal 
wären für die Hydrostatik, was Galilei für die Mechanik und Kopernicus, Keppler 
und Newton für die Astronomie wären. Ueber Boyle, als den Gründer der Hydro- 
statik, siehe Z7wms0n, Hit-t. of tke royal society 397, 398 und seine Hist. of chemistrg; 
I, 204. 
69) Dies wurde um 1650 von Boyle entdeckt und 1676 von Meriotte bestätigt. 
Siehe Wlzewell, Hist. of the indzwtive scierwes II, 557, 588; Hmmson, Hist. of cho- 
mistry I, 215; Turnefs Cbernistry I, 41, 200; Brandds Claemistry I, 363. Dieses 
Gesetz ist empirisch durch die Französische Akademie bestätigt worden und man hat 
gefunden, dass es sich selbst bei einem Druck von 27 Atmosphären bewährt. Siehe 
Olmllis, On the matlzematical lheory ofjlu-ids, in 6. Report of Brit. assoo. 226 und 
Herschefs Natura! philosopky 231. Obgleich Boylc ein Vierteljahrhundert früher lebte 
als Mariotte, wird doch die Entdeckung eigentlich ungerechter Weise das Gesetz von 
Boyle und Mariotte genannt; ja. fremde Schriftsteller verbessern dies wohl noch, lassen 
den Namen Boyle ganz weg und nennen es das Gesetz von Muriotte. Siehe z. B.
        

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