Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Civilisation in England
Person:
Buckle, Henry Thomas Ruge, Arnold
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1005674
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1008807
der histor. 
Literatur 
Mittelalter. 
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Solche Versuche, die Politik zu einem blossen Anhängsel der 
Theologie zu machenftß) sind bezeichnend für jene Zeit und um 
so interessanter, als sie das Werk eines Mannes von grossem Talent 
sind, der noch dazu in der Erfahrung des öffentlichen Lebens alt 
geworden war. Wenn Ansichten der Art nicht von einem Mönch 
in seinem Kloster, sondern von einem ausgezeichneten Staatsmann 
ausgesprochen Wurden, der in öifentliehen Angelegenheiten wohl 
bewandert war, so können wir uns leicht denken, was im Durch- 
schnitt der intellectuelle Zustand derer gewesen sein muss, die in 
jeder Hinsieht unter ihm standen. Es ist nur zu einleuchtend, dass 
von ihnen nichts zu erwarten war und dass noch viele Schritte zu 
thun waren, ehe Europa aus dem Aberglauben, in den es ver- 
sunken war, auftauchen und jene schmerzlichen Hindernisse, die 
seinem Fortschritt im Wege standen, durchbrechen konnte. 
Aber obgleich noch viel zu thun übrig blieb, so lässt sich doch 
nicht bezweifeln, dass die fortschreitende Bewegung ununterbrochen 
vor sich ging und dass selbst, während Comines schrieb, unver- 
kennbare Anzeichen einer grossen und entscheidenden Aenderung 
vorhanden waren. Jedoch waren es nur Andeutungen dessen, was 
da kommen sollte, und es verlief ungefähr ein Jahrhundert seit 
seinem Tode, ehe der Fortschritt mit allen seinen Folgen offenbar 
wurde. Denn obgleich die protestantische Reformation eine Folge 
dieses Fortschritts war, so wurde sie ihm doch eine Zeit lang 
hinderlich; denn sie verleitete die talentvollsten Männer zur Er- 
örterung von Fragen, die der menschlichen Vernunft unzugänglich 
sind und lenkte sie so von Gegenständen ab, bei denen ihre An- 
strengungen den allgemeinen Zwecken der Civilisation gedient haben 
würden. Daher ünden wir, dass bis zum Ende des 16. Jahrhun- 
m: so douteroit, cmnrne raus pozwcz voir pur les ro-is nonzmez en la Bilzle, et par ce qua 
puis peu dümnäes an ewcz vom era netto Anglctarrc, et an cetie maison de Bourgogne ct 
autrcs lieux que rwez veu et voycz tous los jburs." Mcmoires du Oamines I, 388, 389. 
Seine Bemerkung über den Herzog von Burgund II, 179 und. vornehmlich seine son- 
derbare Abschweifung V, cap. XVIII, vol. II, 290-298. 
m) Dr- Lingard (Hist. of Engl. I, 357) sagt: "Aus der Lehre von der über- 
wachenden Vorsehung hat die Frömmigkeit unserer Vorfahren einen voreiligen, aber 
sehr bequemen Schluss gezogen, dass nämlich der Erfolg eine Andeutung des gött- 
lichen Willens und folglich der Widerstand gegen einen Sieger die Widersetzlichkeit 
gegen ein Gericht des Himmels sei." Siehe auch 114. Die letzte Spur dieser einst 
so allgemeinen Ansicht ist der Ausdruck; welcher auch allmählig ausser Gebrauch 
kommt, „es dem Gott der Schlachten unheimgeben."
        

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