Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Civilisation in England
Person:
Buckle, Henry Thomas Ruge, Arnold
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1005674
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1008656
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der 
Ursprung 
Geschichte und Zustand 
Sohne des Priamus, genannt worden, weil er dorthin geliehen, als 
Troja zerstört worden seiß") Und Tours soll seinen Namen da- 
von haben, dass es der Begräbnissplatz des Turonus, eines Tro- 
janer's war; H) dass Troyes von den Trojanern selbst erbaut 
worden, bewies die Etymologie augenscheinlich") Es War aus- 
gemacht, Nürnberg erhielt seinen Namen von dem Kaiser Nero, 6') 
Jerusalem von dem Könige Jebusf") einem Manne von grosser 
Berühmtheit im Mittelalter, dessen Existenz spätere Geschicht- 
schreiber jedoch nicht zu ermitteln im Stande gewesen. Der Fluss 
Humber hiess so, weil in alten Zeiten ein König der Hunnen in 
ihm ertrunkenßß) Die Gallier entsprangen nach Einigen von Ga- 
lathia, einer Nachkommin Japhets, nach Andern von Gomer, einem 
Sohne Japhetsf") Preussen hiess so nach Prussus, einem Bruder 
6') Manteil in seinem merkw. Buch Histoire des divers ätats V, '70, erwähnt den 
alten Glauben, dass die Pariser vom Blut der alten Trojanischen Könige durch Paris, 
den Sohn des Priamus, abstammten. Noch im 7. Jahrhundert war dieser Glaube nicht 
erloschen und Coryat, der 1608 in Frankreich reiste, giebt uns eine andere Aus- 
führung desselben. Er sagt: was den Namen Paris betrifft, so hat sie den von Paris, 
wie Einige schreiben, dem 18. König des Celtischen Galliens, den Einige in gerader 
Linie von Japhet, einem der drei Söhne Noah's, abstammen lassen und der die Stadt 
gegründet haben soll. Coryat, Crudities 1611, wieder gedruckt 1776 I, 27, 28. 
ü) "Erat iäi quidam Tros nomine Turonus Bruti nepos.  De nomine zßsius 
praedicta civitas Turonis vocabulum nach: est, quia ibidem sepulizos fuitß" Galfredi 
Monum. hist. Briton. I, c. XV, p. 19. Und Mathew of Westminster, der im 14. Jahrh. 
schrieb, sagt Flores historiar. I, 17: "Tran nomine Turnus.   De nomine Ivera zpsius 
Twonorum oivitas vocabulum traxit, quia ibidem, ut testatm" Homerus, sepultus fuit." 
63) „On comzient bien, que Zes Troyens de notre Troyes sont du sang des anaims 
Troyens. Monteil, Divers ätats V, 69. 
64) Monconys (Voyages IV, 141, ed. Paris 1695), der 1663 in Nürnberg wer, 
fand, dass man dies dort noch glaubte und ist selbst halb geneigt, wie es scheint, 
dies auch zu glauben, denn bei seinem Besuch der Burg bemerkt er: "Aber ich weiss 
nicht, ob sie nicht ein Werk Nero's ist; man sagt es, und selbst der Name Nürnberg 
soll von ihm herrühren."  
65) "Deinceps reynante in ea Jebusaeo, dicta Jebus, et sie ex Jebus et Salem dicta 
est Jebussalcm. Unde post dempta b littera et addila r dicta es! Hierumlevn. Mattk. 
Paris, Hist. majbr 63. Dies erinnert mich an einen andern grossen Autor, einen 
Kirchenvater und noch dazu einen Heiligen, der wie Matter (Hist. du gnostiaisnze I, 41) 
sagt: ndärive Zes Samaritains du roi Samarius, jils de Oamzan."  
66) Humber rea: Hunnorwn    ad jiumen dzifugiene submersus est intm zpsum, 
et nomen suum jlumini reliquit. Math., Westmonast. jiores historiar. I, 19. 
67) Beide Ansichten, zwischen denen die gelehrte Welt lange getheilt war, finden 
sich in Le Long (Bibliothäque historique de la Franc-e II, 5, 49) ausgeführt.
        

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