Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Civilisation in England
Person:
Buckle, Henry Thomas Ruge, Arnold
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1005674
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1008601
der histor. 
Literatur 
Mittelalter. 
263 
Selbst unter Völkern, die noch barbarischer sind, finden wir 
das nämliche Princip in Thätigkeit. Die Malayisch-Polynesische 
Race bedeckt, wie die Ethnologen wissen, eine unermessliche Folge 
von Inseln von Madagascar bis 2000 englische Meilen von der 
Westküste Amerikafsß 2) Die Religion dieses weit zerstreuten Volks 
war ursprünglich Polytheismus, der sich in seiner reinsten Form 
lange auf den Philippinen erhieltf") Aber im 15, Jahrhundert bei 
kehrten sich viele Polynesische Stämme zum Mahomedanismusf 4) und 
darauf folgte ganz der nämliche Process, den ich in andern Lan- 
dern nachgewiesen habe. Die neue Religion änderte den Gedanken- 
gang der Nation und trübte dadurch die- Reinheit der nationalen 
Geschichte. Von allen Inseln des Indischen Archipelagus hat Java 
die höchste (Zivilisation erreicht") Und doch haben die Javanesen 
 
I, 18 mit Heaven's Asiat. nations I, 243. Selbst Herodot, so unschätzbar er über 
Aegypten ist, wird über Persien unzuverlässig, wie Sir W. Jones (Works V, 540) in 
seiner Vorrede zu Nadir Sckak schon längst bemerkt hat und was Mure (Hist. of 
lit. of anoient Greece IV, 338) theilweise zugiebt. 
4') D. h. bis zur Osterinsel, die ihre äusserste Grenze zu sein scheint, Priohard, 
Phys. hist. V, 6; von der eine gute Beschreibung in Beeohey, Voyaye to tke paoijia I, 
43-58 und eine Notiz in dem Joum. af geogr. aoc. I, 195. Dass ihre Sprache die 
Maleyisohe sei, ist längst bekannt, denn ein Eingeborner von den Gesellschaftsinseln, 
der Oook begleitete, verstand sie; Coole, Voy. III, 294, 308; Prichard V, 147; 
Marsden, Hist. of Sumatra 164. Die Ethnologen haben diesem grossen Seefahrer 
gewöhnlich nicht genug Ehre erwiesen; war er doch der erste, der die Aehnlichkeit 
der verschiedenen Sprechen im eigentlichen Polynesien beobachtete. Oook, Voy. II, 
60, 61, III, 230, 280, 290, IV, 305, VI, 230, VII, 115. Dass Medagascar die west- 
liche Grenze dieses grossen Volksstammes sei, darüber s. Asiat. researclaes IV, 222; 
Reports an etknoloyy by Brit. assoc. for 1847, 154, 216, 250 und Ellis, Hist. of 
Madagascar I, 133. 
43) Auch der Sitz der Tsgalasprache, die nach Wilh. Humboldt die vollkommenste 
Malayo-Polynesische Sprache ist. Prißln, Phys. Itistory V, 36, 51, 52. 
44) Marsden, Hist. of Summ; 281. De Thou (Hist. univ. XIII, 59) nimmt an, 
die Javanesen seien erst spät im 16. Jahrhundert Mahomedaner geworden; aber sie 
Wurden wenigstens 100 Jahre früher bekehrt und die alte Religion 1478 gänzlich be- 
seitigt. S. Omwfurd, Hist. nf the Ind. Arcbipelago II, 312; Lowü Sarllwwßk 95; 
Rafles' Hist. of Java I, 309, 349, II, l, 66, 254. Der Mahomedenismus verbreitete 
sich schnell und die Malayischen Pilger geniessen noch jetzt den Ruf der gewissen- 
heftesten Frömmigkeit. Burckltardfs Arabien II, 96, 97. 
45) Ausführlich hat Wilh. Humboldt die (Zivilisation von Java in seinem berühm- 
ten Werk: Uelzer die Kurve-Sprache, untersucht. Nach den Zeugnissen einiger ältern 
Chinesischen Schriften, die erst kürzlich veröffentlicht worden, ist guter Grund dafür 
vorhanden, dass die Indischen Oolonien in Java im ersten Jahrhundert vor Christa 
gegründet wurden. Siehe Wilson über Foe Kue Ki in dem Jom-n. cf As. soc. V, 
137 und VI. 320.
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.