Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Civilisation in England
Person:
Buckle, Henry Thomas Ruge, Arnold
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1005674
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1008585
der 
histor. 
Literatur 
Mittelalter. 
261 
änderung statt gefunden. In Indien wurde der Brahmanismus, der 
noch die Oberhand hat, so früh eingeführt, dass sein Ursprung 
sich ins fernste Alterthum verliertß") Die Folge War, dass die 
einheimischen Quellen niemals durch einen neuen Aberglauben ge- 
trübt worden sind und die Hindu's ältere Ueberlieferungen als 
irgend ein Volk in Asien besitzenß?) Eben so haben die Chinesen 
länger als 2000 Jahre die Religion des F0, eine Form des Buddhis- 
mus, beibehaltenfw) obgleich daher in China die Civilisation nie 
der Indischen gleichgekommen ist, so hat man doch dort eine Ge- 
schichte, die zwar nicht so alt ist, als die Chinesen uns Weis- 
machen möchten, die sich aber doch mehrere Jahrhunderte vor die 
christliche Zeitrechnung zurückerstreckt und sich von dort in un- 
unterbrochener Folge bis auf unsere Zeiten fortsetztf"). Dagegen 
sind die Perser, deren geistige Entwickelung ohne Zweifel die der 
Chinesen übertrifft, ohne alle authentische Nachricht über die ersten, 
Vorgänge ihrer alten Monarchie gcbliebcnß 8) Dafiir sehe ich keinen 
34) Ueber die vielen Hypothesen der Orientalisten wollen wir nur sagen, dass wir 
keine Nachrichten über Indien ohne Brahmanismus haben, und von seiner wirklichen 
Geschichte können wir nichts wissen, ehe die Gesetze aufgefunden sind, die das 
Waehsthum religiösen Glaubens beherrschen. 
35) Prichard (Phys. leist. of mankind IV, 101-105) glaubt, die Hindus hätten 
eine Geschichte, die 1391 vor Christo beginne; Works of Sir William Jones 311, 312. 
Wilson sagt, selbst die Genealogien der Puranafs seien wahrscheinlich viel glaub- 
würdiger, als man gewöhnlich annehme, in seiner Anmerk. zu MilPs Hist. of Inolia I, 
161; siehe auch die Vorrede zu der Viselmu Purana, S. 65 und Asiatie resem-ehes, 
V, 244. 
36) Journal qfAsiatic soc. VI, 251; Herder, Ideen IV, 70; Werks of Sir W. Jones 
I, 104. Aus einer Note in Ermmfs Siberia II, 306 sehe ich, dass einer von den 
Missionaren ganz ernsthaft versichert, dcr Buddhaismus entspringe aus den Irrthümern 
der Maniehäer und sei daher nur eine Nachahmung des Christenthums. 
37) Bunsen sagt in seinem Aegypten I, 240, die Chinesen hätten eine ordentliche 
Chronologie, die sich 3000 Jahre vor Chr. zurückerstreeke. Siehe auch Ham- 
boldtäs Kosmos II, 475, IV, 455; Renouard, Histoire de la mädecine 1, 47, 48 111111 
Klaprotlßs und RemiosatÄs Ansichten in Prichanfs Physical history IV, 476, 477. Die 
Genauigkeit der Chinesischen Annalen wird bisweilen ihrer frühzeitigen Kenntniss der 
Buchdruekerei zugeschrieben, die sie schon 1100 Jahr n. Chr. gekannt haben wollen. 
In Wahrheit aber war sie bis zum 9. oder 10. Jahrhundert v. Chr. in China unbe- 
kannt und bewegliche Typen wurden erst 1041 erfunden. Humboldt, Kv-Ym- H: 623; 
Trummm of A3, spe. I, 7; Journ. Ar. I, 137; Davis, Chinese I, 174, 178, III, 1; 
über das alte China s. Jouwz. of Asiat. soe. I, 557-86, 213-222, II, 166-171, 
276-287. 
a8) "von Alexander's Tode 323 v. Chr. bis zur Regierung Ardeschir Babegank 
(Artaxerxes), des Gründers der Dynastie der Sassaniden 200 n. Chn, eine Periode
        

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