Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Civilisation in England
Person:
Buckle, Henry Thomas Ruge, Arnold
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1005674
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1008467
Sechstes 
Kapitel. 
der 
Ursprung 
der 
und Zustand 
Geschichte 
historischen Literatur 
Mittelalter. 
Ich habe dem Leser jetzt eine Untersuchung der Hauptumstände 
Vorgelegt, denen der Fortschritt der Civilisation gewöhnlich zuge- 
schrieben wird, und bewiesen, dass sie, weit entfernt davon, die 
Ursache der Oivilisation zu sein, höchstens ihre Wirkungen sind 
und dass, wenn auch Religion, Literatur und Gesetzgebung ohne 
Zweifel den Zustand der Menschheit beeinflussen, sie doch noch 
mehr von ihm beeiniiusst werden. Sie können in der That, wie 
wir deutlich gesehen haben, selbst wenn sie in der günstigsten Lage 
sind, nur eine untergeordnete Wirkung ausüben, denn wie wohl- 
thätig auch anscheinend ihr Einfluss sein mag, sie selbst sind immer 
das Product vorhergegangener Veränderungen, und deren Wirkungen 
werden verschieden ausfallen nach der Verschiedenheit der Gesell- 
schaft, worauf sie zu wirken haben. 
So hat sich bei jeder weiteren Erörterung das Feld der gegen- 
wärtigen Untersuchung enger zusammengezogen, bis wir Grund ge- 
funden haben zu glauben, dass wir die Zunahme der Europäischen 
Civilisation einzig dem Fortschritt der Wissenschaft verdanken und 
dass deren Fortschritt von der Menge der Walnheiten abhängt, 
welche der menschliche Geist entdeckt, und von dem Grade, in 
welchem sie verbreitet sind. Um diese Ansicht zu unterstützen, 
habe ich bis jetzt nur solche allgemeine Gründe vorgebracht, die 
eine sehr starke Wahrscheinlichkeit geben; um sie zur Gewissheit 
zu erheben, wird es nöthig sein, sich an die Geschichte im wei- 
testen Sinne des Wortes zu wenden. Auf diese Weise speculative 
Schlüsse durch eine erschöpfende Aufzählung der wichtigsten ein- 
zelnen Thatsachen zu bestätigen, ist die Aufgabe, die ich, soweit 
meine Kräfte reichen, auszuführen denke, und im vorigen Oapitel 
habe ich in der Kürze die Methode angegeben, nach welcher die 
Untersuchung geführt werden soll. Ausserdem hat es mir geschienen, 
dass die Principien, wie ich sie niedergelegt, auch durch eine an-
        

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