Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Civilisation in England
Person:
Buckle, Henry Thomas Ruge, Arnold
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1005674
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1008145
Literatur 
und 
Staatsregierung. 
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werde ich im nächsten Bande untersuchen. Dort werde ich mich 
bemühen festzustellen, wie sie die Oivilisation des Volks beein- 
flusste und einige merkwürdige Contraste mit dem entgegengesetzten, 
mehr empirischen Charakter der englischen Literatur her-verbrachte. 
Unterdessen will ich nur anführen, was später bewiesen werden 
Wird, und noch hinzufügen, dass die deductive Methode nicht nur 
von den ausgezeichneten Schotten, die ich erwähnt habe, ange- 
wandt wurde, sondern dass sie von Ferguson in die speculative 
Geschichte der bürgerlichen Gesellschaft, von Mill in das Studium 
der Gesetzgebung, von Mackintosh in das Studium der Jurispru- 
denz, von Hutton in das der Geologie, von Black und Leslie in 
die Thermotik, von Hunter, Alexander Walker und Charles Bell 
in die Physiologie, von Cullen in die Pathologie und von Brown 
und Currie in die Therapeutik eingeführt wurde. Dies ist ein Um- 
riss des Planes, den ich in dieser Einleitung befolgen will und ich 
hoffe dadurch zu einigen Resultaten von dauerndem Werthe zu ge- 
langen; denn indem wir verschiedene Principien in den Ländern 
Studiren, wo sie am stärksten entwickelt worden sind, werden die 
Gesetze der Principien sich leichter entfalten lassen, als wenn wir 
sie in Ländern studirt hätten, wo sie sehr unklar sind. Und da 
die Civilisation in England einen regelmässigern und weniger ge- 
störten Lauf genommen hat, als in irgend einem andern Lande, 
so wird es um so mehr nöthig, bei der Abfassung ihrer Geschichte 
einige von den Hülfsmitteln, die ich angedeutet, zu benutzen. Was 
die Geschichte von England so vorzugsweise werthvoll macht, ist, 
dass nirgends sonstwo der nationale Fortschritt, sei es zum Guten 
oder zum Uebeln, so wenig Einmischung erlitten hat. Aber die 
blosse Thatsache, dass unsere Civilisation auf diese Weise in einem 
natürlichem und gesunder-n Zustande erhalten worden ist, macht 
es uns zur Pflicht, die Krankheiten zu studiren, denen sie ausge- 
setzt ist, indem wir jene andern Länder, wo sociale Krankheiten 
mehr im Sehwunge sind, beobachten. Die Sicherheit und die Dauer 
der Oivilisation muss von der Regelmässigkeit, womit ihre Elemente 
combinirt sind, und von der Harmonie, mit der sie wirken, ab- 
hängen. Wenn irgend ein Element zu thätig ist, wird die ganze 
Verbindung in Gefahr gerathen; daher kommt es, wenn wir auch 
die Gesetze der Verbindung der Elemente am besten feststellen 
können, wo wir diese Verbindung am vollständigsten vorfinden, 
dass wir doch die Gesetze jedes einzelnen Elementes dort suchen 
müssen, wo wir dieses Element selbst am thätigsten finden. Während
        

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