Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Civilisation in England
Person:
Buckle, Henry Thomas Ruge, Arnold
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1005674
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1008069
Literatur und 
Staatsregierung. 
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den ich angedeutet habe, angefüllt werden, indem ich die Ge- 
schichte der verschiedenen Völker hinsichtlich der intellectuellen 
Besonderheiten untersuche, Worüber die Geschichte unseres Vater- 
landes keine angemessene Belehrung gewithit. So ist z. B. in 
Deutschland die Anhäufung des Wissens weit reisscnder erfolgt als 
in England; die Gesetze über die Anhäufung des Wissens lassen 
sich daher viel bequemer in der Deutschen Geschichte studiren, 
um sie dann ebenfalls für die Englische Geschichte abzuleiten und 
sie darauf anzuwenden. Ebenso haben die Amerikaner ihre Wissen- 
schaft viel vollständiger verbreitet als wir. Desswegen werde ich 
einige Erscheinungen der Englischen Oivilisation durch die Gesetze 
der Ausbreitung erklären, deren Wirksamkeit sich in der Amerika- 
nischen Civilisation am deutlichsten zeigt und daher ihre Entdeckung 
erleichtert. Ferner da Frankreich das civilisirteste Land ist, in dem 
der Geist der Protection sehr mächtig ist, so können wir die ver- 
borgenen Richtungen dieses Geistes unter uns auffinden, indem wir 
seine offenliegenden Richtungen bei unsern Nachbarn studiren. Von 
diesem Gesichtspunkt aus werde ich einen Abriss der Französischen 
Geschichte geben, um das Princip der Protection zu erläutern durch 
den Nachweis des Schadens, den es einem sehr geistreichen und 
aufgeklärten Volke zugefügt hat. Und in einer Auseinandersetzung 
der Französischen Revolution iverde ich zeigen, wiefern jenes grosse 
lüreigniss eine Reaction gegen den Geist der Protection war, wäh- 
rend, da die llrlaterialien zu dieser Reaction aus England bezogen 
wurden, wir daran sehen können, auf welche Weise der Geist 
eines Landes auf den eines andern wirkt; und wir werden zu 
einigen Resultaten über den Austausch der Ideen gelangen, der 
wahrscheinlich der bedeutendste Ordner der Europäischen Ang_e- 
legenheiten werden wird. Dies wird viel Licht auf die Gesetze 
des internationalen Denkens werfen, und damit werde ich zwei be- 
sondere Kapitel verbinden, welche ich der Geschichte des pro- 
ductiven Geistes und einer Untersuchung seiner verhältnissmässigen 
Stärke in Frankreich und England widme. Aber die Franzosen, 
als ein Volk genommen, sind seit dem Anfange oder der Mitte des 
17. Jahrhunderts merkwürdig frei von Aberglauben gewesen und 
Zeigen sich trotz der Anstrengungen ihrer Regierung der geistlichen 
Macht sehr abgeneigt, und obgleich ihre Geschichte das Princip 
der Protection in seiner politischen Form entfaltet, so giebt sie 
Wenig Aufklärung über seine religiöse Form, während in unserem 
Buckle, Gesch. d. (livilisation. I. 14 
        

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