Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Civilisation in England
Person:
Buckle, Henry Thomas Ruge, Arnold
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1005674
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1007900
geistigen 
Die 
Gesetze. 
193 
und Fluth der Geschichte, die fortwährende Strömung, der wir nach 
den Gesetzen der Natur unterworfen sind. 
Ueber alle dem bewegt sich eine weit höhere Welt, und wie 
die Fluth weiter rollt, jetzt vor- und jetzt zurückgeht in ihrem end- 
losen Hin- und Herschwanken, giebt es Eins und nur Eins, was 
ewig walnt. Die Thaten schlechter Menschen bringen nur zeit- 
weilige Uebel hervor, die Thaten guter nur zeitweiliges Gutes und 
endlich sinkt Gut und Uebel völlig zu Boden, wird aufgehoben 
durch nachfolgende Generationen und geht in der unaufhörlichen 
Bewegung folgender Jahrhunderte auf. Ab er die Entdeckungen 
grosser Männer verlassen uns nie, sie sind unsterb- 
lich; sie enthalten jene ewigen Wahrheiten, die den Sturz von 
Reichen überleben, die langer dauern als die Kämpfe streitender 
Religionsparteien, ja eine Religion nach der anderen in Verfall ge- 
rathen sehen. Alle Religionen haben ihr eigenes Maass und ihre 
eigene Regel; eine gewisse Meinung gilt für ein Zeitalter, eine 
andere für ein anderes. Sie schwinden dahin wie ein Traum, sie 
sind das Geschöpf einer Phantasie, von dem selbst die Llmrisse 
nicht stehen bleiben. Nur die Entdeckungen des Genius bleiben, 
ihnen allein verdanken wir Alles, was wir haben, sie sind für alle 
Zeitalter und für immer; nie jung und nie alt, tragen sie den 
Samen ihres eigenen Lebens; sie iliessen fort in einem ewigen 
unsterblichen Strome, sie sind wesentlich vermehrend, gebären die 
Fortsetzungen, die später gemacht werden und wirken so auf die 
entfernteste Nachkommenschaft, ja nach dem Verlauf von Jahr- 
hunderten wirken sie stärker, als sie es im Augenblick ihres Be- 
kanntwerdens vermochten. 
Buckl 
Gesch 
Civilisatiol
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.