Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Civilisation in England
Person:
Buckle, Henry Thomas Ruge, Arnold
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1005674
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1007814
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geistigen 
Die 
Gesetze. 
dann gewöhnliche Leute die Mehrheit, dann wurde sie zur Minder- 
heit und endlich schmolz selbst diese Minderheit zusammen. Heu- 
tiges Tages, 80 Jahre nach der Veröffentlichung von Adam Smiths 
Nationalreichthum, ist kein Mensch von leidlicher Erziehung zu 
finden, der sich solcher Meinungen, wie sie vor Adam Smith all- 
gemein waren, nicht schämen würde. 
So beherrschen grosse Denker die Angelegenheiten der Men- 
schen und bestimmen durch ihre Entdeckungen den Entwickelungs- 
gang der Nationen. Ja die Geschichte dieses einen Triumphs allein 
sollte die Anmaassung von Staatsmannern und Gesetzgebern dämpfen, 
welche die Wichtigkeit ihres Behabens so sehr übertreiben, dass 
sie ihrem Nothbehelf und ihren zeitweiligen Auskunftsmittcln grosse 
Resultate zuschreiben. Denn woher haben sie das Wissen, dessen 
Verdienst sie sich immer so bereitivillig zuschreiben? Wie kamen 
sie zu ihren Meinungen? Wie zu ihren Principien? Dies sind die 
Elemente ihres Erfolges und diese können sie nur von ihren Lehrern 
haben, von jenen grossen Denkern, welche unter der Eingebung 
ihres Geistes die Welt mit ihren Entdeckungen befruchten. Mit 
Recht und ohne Widerspruch zu fürchten kann man von Adam 
Smith sagen, dieser eine Schotte habe durch die Veröffentlichung 
seines Werks mehr zu dem Glück der Menschheit beigetragen, als 
alle Staatskunst von Politikern und Gesetzgebern, von denen wir 
sichere historische Nachricht haben, zusammengenommen zu leisten 
vermochte. 
Die Folgen dieser grossen Entdeckungen brauche ich hier nicht 
weiter zu untersuchen, als sofern sie dazu mitwirkten, die Macht 
des kriegerischen Geistes zu schwächen, und wie sie dies bewirk- 
ten, ist leicht nachzuweisen. So lange man allgemein glaubte, der 
Reichthum eines Landes bestehe in seinem Goldc, glaubte man 
natürlich auch, der einzige Zweck des Handels sei, den Zufluss 
der edeln Metalle zu vermehren. Es wurde daher natürlich von 
der Regierung erwartet, dass sie Maassregeln treffen möge, diesen 
Zufluss zu sichern. Dies konnte jedoch nur dadurch geschehen, 
dass man anderen Ländern ihr Gold entzog, und dem widersetzten 
diese sich natürlich aus demselben Grunde- aufs heftigste. S0 wurde 
Handels gestützt wird, ist so mächtig, dass es täglich neue Bekehrungen macht. Mit 
Vergnügen beobachte ich den Fortschritt, den dieses grosse Princip bei Leuten macht, 
von denen man die beharrlichste Anhänglichkeit an alte Vorurtheile erwartet haben 
sollte." Proponalv _fm' (m. ccononzfonl ruwewcy in Ricnrdefs Works 407.
        

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