Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Civilisation in England
Person:
Buckle, Henry Thomas Ruge, Arnold
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1005674
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1007425
Die geistigen 
Gesetze. 
145 
Ansicht der Metaphysiker von unserer Geschichte. Beide Theile 
glaubten, dass es möglich sei, man könne sich mit einem Male zu 
der Ursache der Erscheinung erheben und durch Erforschung ihrer 
Gesetze dazu gelangen, die Erscheinung selbst vorherzusagen. Der 
Physiologe sagte: "Durch das Studium einzelner Körper werde ich 
die Gesetze feststellen, welche die Vereinigung- der Aeltern regeln 
und dadurch das Verhältniss der Geschlechter entdecken, denn 
das Verhältniss ist nur die Folge jener Vereinigung." Eben so 
sagt der Metaphysiker: „Dadurch, dass ich die einzelnen Geister 
studire, Will ich die Gesetze feststellen, welche ihre Bewegungen 
regeln und so die Bewegungen des Menschengesehlechts vorhersagen, 
Welche offenbar aus den Bewegungen der Einzelnen zusammenge- 
setzt sind." G) Diese Erwartungen sind mit Zuversicht von den 
Physiologen hinsichtlich des Gesetzes der Geschlechter und von 
den Metaphysikern hinsichtlich der Gesetze der Geschichte rege 
gemacht worden. Zur Erfüllung dieser Versprechen haben jedoch 
die Metaphysiker nicht das Mindeste gethan, und die Physiologen 
sind nicht glücklicher gewesen, obgleich sie in ihrer Absicht durch 
die Anatomie unterstützt werden, welche das directe Experiment 
zulässt, ein Hülfsmittel, das die Metaphysiker nicht kennen. Aber 
zur Beantwortung der gegenwärtigen Frage half ihnen dies Alles 
nichts und die Physiologen kennen kein einziges Factum, welches 
irgend ein Licht auf dieses Problem Würfe: Ist die Zahl der Kna- 
ben, die geboren werden, der der Mädchen gleich, ist sie grösser 
oder ist sie geringer? 
IV, 62. Siehe auch Beuusabre, Hist. de Maniehäe II, 417; Asiat. researches III, 358, 
351; Wslmu Purana 349; Werks nf Sir William Jones III, 126; Ritter, Hist. cf 
rmeient phil. III, 191; Denham und Clappertonis Africa 323, 324; Maintenon, Lettres 
inädites II, 62; und Hohl's Ansicht in Burdaclfs Physiologie H, 472: "que les femmes 
ehez Zesquelles prädomine le systäme artäriel procräent des yargons, au lieu qm! 061198 
dem le systäme veineux a la prödaminanee mettent au anonde des ßlles." Nach Anam- 
Sßras war die Frage sehr einfach: zur) äääsva päv änö rüv 6251079, 0111m 55 5116 
Tlöv 039101591511. Ding. Laeri. II, 9, vol. 1, p. 85. 
G) "In mätaplaysioien se voit eomme la source de lüfvidenee et le conjident de Zu 
nature: moi seul, dit-il, je puis gäneraliser les idäes, et deeouvrir le germe des ävene- 
mmts qu-i se däeeloppent Jbumellewzent dans le monde physique et onordl; ßi 6'685 111m" 
moi seul que l'homme peut ätre eelaire." Helvetius de Pesprit I, 36- Vergl- HWdW, 
Ideen II, 105. Und so Uousin, Hisf. de la philos. II s6r. vol. I, 131: „le fait de 
wnseienee transportä de l'indivz'du dans l'espece e! dem l'histoire, est la clqf de (aus 
168 deäzeloppevzzents de Phmnanitö." 
Buckle , Gesch. d. Civillsation. I. 10
        

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