Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Civilisation in England
Person:
Buckle, Henry Thomas Ruge, Arnold
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1005674
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1007158
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der Naturgesetze. 
Einiiuss 
des Ganges bis zur äussersten Südspitze der Halbinsel bietet nicht 
einen einzigen sichern und. geräumigen Hafen dar, nicht einen 
einzigen Zufluchtsort, der hier den Schiffen nöthiger ist, als viel- 
leicht an irgend einer anderen Küsteßqo) 
In Griechenland dagegen sind die Naturerscheinungen so gänz- 
lich verschieden, dass selbst die Bedingungen des Daseins sich 
ändern. Griechenland bildet, wie Indien, eine Halbinsel; aber 
während in dem Asiatischen Lande Alles gross und furchtbar ist, 
so ist in dem Europäischen Alles klein und schwach: ganz Griechen- 
land nimmt einen Raum ein, noch nicht so gross 2 2  als das König- 
reich Portugal, und ungefähr den 14. Theil von dem, was man 
jetzt Hindcstan nenntßn) In dem zugängliehsten Theil eines eng 
umgrenzten Meeres gelegen, hatte es eine leichte Verbindung mit 
Klein-Asien im Osten und mit Italien im Westen, mit Aegypten im 
Süden. Gefahren aller Art waren viel geringer an Zahl als in den 
tropischen Culturländern. Das Klima war gesünderß") Erdbeben 
seltener, Orkane weniger gefährlich, wilde Thiere und schädliche 
Bestien Weniger zahlreich. Und so in den anderen Hauptzügen. 
Die höchsten Berge in Griechenland erreichen nicht  des Hima- 
laya und nirgends die Linie des ewigen Schneesß") Seine Flüsse 
n") Symes (Embassy to Am III, 278) sagt: „Von der Mündung des Ganges bis 
zum Kap Comorin ist in der ganzen Ausdehnung unseres Continents nicht ein einziger 
Hafen, der einem Schiffe von 500 Tonnen Schutz gewähren könnte." Ja, nach Perci- 
val ist mit Ausnahme von Bombay weder an der Küste Coromandel noch an der von 
Malabar ein einziger Hafen, in dem Schide zu allen Jahreszeiten sicher ankern können. 
Account of Ceylon 2, 15, 66. 
991) "Sein ganzer Flächeninhalt ist etwas geringer als der von Portugal." Grotets 
Histnry of Greeee II, 302 und Thirlwalfs History of Greece I, 2; Heeren, Aneiemf 
Greece 16, wo es heisst: doch selbst mit allen Inseln ist sein Flächeninhalt {I3 ge- 
ringer als der von Portugal. 
399) Der Flächenraum von Indien ist nach M'Culloch (Geogr. elict. 1849, I, 993) 
      
993) In der besten Zeit Griechenlands waren jene erschrecklichen Epideniieen, die 
das Land später heimsnchten, verhältnissmässig wenig bekannt. S. Thirlwall, Eist. 
of Greeee III, 134, VIII, 471. Vielleicht aus umfassenden kosmischen Ursachen, viel- 
leicht weil eben die verschiedenen Formen der Pest noch nicht durch unmittelbare 
Berührung mit dem Orient von dort eingeschleppt waren. Ueber die unbestimmten 
Nachrichten, die wir von den Pesten aus alter Zeit besitzen, s. Olot-Bey, De la peste, 
Paris 1840, 21, 46, 184. Selbst Thucydides" Beschreibung befriedigt mehr die Philo- 
logen als die Pathologen. 
m) "Der Berg Guiona, der höchste in Griechenland an seiner nördlichen Grenze, 
ist 823W hoch. Kein Berg erreicht hier die Linie des ewigen Schnees" MTullock,
        

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