Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Civilisation in England
Person:
Buckle, Henry Thomas Ruge, Arnold
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1005674
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1007146
der Naturgesetze. 
Einfluss 
117 
Gesetze 
den 
Menschen 
offenbalt 
etwa. 
tausend 
Millionen 
Jahre 
VOT 
unserer Zeitßlg) 
Dies Alles gehört zu der Liebe der Ferne, die nach dem U11- 
endlichen strebt, und zu der Gleichgültigkeit gegen die Gegenwart, 
die dem Indischen Geist in allen Gestalten eigen ist. In der Li- 
teratur, in der Religion, in der Kunst herrscht diese Richtung. 
Den Verstand zu unterjochen und die Phantasie auf den Thron zu 
setzen, ist der allgemeine Grundzug. In den Dogmen ihrer Theo- 
logie, in dem Charakter ihrer Götter und selbst in den Formen 
ihrer Tempel sehen wir, wie die erhabenen und drohenden Natur- 
erscheinungen das Gemüth des Volks mit den Bildern des Gran- 
diosen und Schreeklichen erfüllt haben, die sie nun in sichtbarer 
Form zu wiederholen suchen und denen sie die durchgehenden 
Eigenthümlichkeiten ihrer Volksbildung verdanken. 
Unsere Ansicht von diesem ganzen Vorgange wird noch deut- 
licher werden, wenn wir ihn mit dem entgegengesetzten Zustande 
Griechenlands vergleichen. In Griechenland finden wir ganz das 
Gegentheil von Indien. Die Erzeugnisse der Natur, die in Indien 
von so erschreckender Grösse sind, sind in Griechenland kleiner, 
schwächer und in jeder Hinsicht weniger drohend gegen den Men- 
schen. In dem grossen Mittelpunkt Asiatischer Civilisation wird 
die Energie des Menschengeschlechts eingeschränkt und gleichsam 
eingeschüchtert durch die Erscheinungen ihrer Umgebung. Neben 
den Gefahren des tropischen Klima's sind hier jene erhabenen Ge- 
birge, die den Himmel zu berühren scheinen und von deren Wän- 
den jene mächtigen Ströme sich ergiessen, die keine Kunst aus 
ihrer Bahn lenken kann und noch keine Brücke hat überspannen 
können. Und hier sind auch undurchdringliche Wälder, ganze 
Länder von endlosem Urwald umschlungen und jenseits wieder 
traurige endlose Wüsteneien; dies Alles lehrt den Menschen seine 
Schwache und seine Unfähigkeit, es mit den Mächten der Natur 
aufzunehmen. An beiden Seiten umgeben das Land grosse Meere, 
V0n Stürmen durchwüthet, die verheerender sind, als man Sie in 
Europa kennt und deren Gewalt so plötzlich hereinbricht, dass es 
unmöglich ist, gegen sie auf der Hut zu sein. Und als Wenn in 
diesen Gegenden sich Alles vereinigen wollte, die Thätigkeit des 
Menschen zu fesseln, die ganze Küstenstrecke von der Mündung 
2m) Elplzinstoneäv nHist. 
mit 5 X n'a 
of India, 
136, 
"eine Peliode über 
320,000 multiplicirt
        

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