Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Civilisation in England
Person:
Buckle, Henry Thomas Ruge, Arnold
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1005674
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1006980
der Naturgesetze. 
Einfluss 
101 
den Gebrauch des Eisens nichtWS) und konnten daher ein Hülfs- 
mittel nicht anwenden, Wodurch die Arbeit bei grossen Bauten sehr 
abgekürzt wird. Es sind jedoch einige Notizen erhalten, aus denen 
man sich- eine Vorstellung von der Sache machen kann. So finden 
wir, dass der Bau des königlichen Palastes in Peru 20,000 Men- 
schen 50 Jahre lang in Anspruch nahm f") während der von 
Mexiko die Arbeit von 200,000 kostete. Dies sind auffallende That- 
sachen, und wären alle anderen Zeugnisse zu Grunde gegangen, 
Sie allein würden uns einen Begriff von dem Zustande der Länder 
geben, in welchem für so unbedeutende Zwecke so ungeheure Kräfte 
verschwendet wurden. ' 8 5) 
Wir haben die bisherige Ausführung aus den glaubwürdigsten 
Quellen gesammelt und sie beweist die Gewalt dieser grossen Na- 
turgesetze, welche in den blühendsten aussereuropäischcn Ländern 
die Ansammlung von Reichthum beförderten, aber seine Verthei- 
lung verhinderten und dadurch den oberen Klassen den alleinigen 
Besitz eines der mächtigsten und bedeutendsten Mittel zu socialer 
und politischer Macht sicherten. Die Folge war, dass in allen 
diesen Formen der Civilisation die grosse Masse des Volks von 
den nationalen Verbesserungen keinen Vortheil hatte. So wurde 
die Grundlage des Fortschritts sehr beschränkt und der Fortschritt 
selbst sehr unsicherJ S") Wenn daher ungünstige Umstände von 
L 
Basis, die zwei Mal so breit ist, als die der grössten Aegyptischen Pyramide  
MYhzlloelzläc Resem-cltes 252-256; Bullockk Mexico 101-115, 414; Humboldfs Nou- 
velle Espagaze I, 240, 241. 
133) Prescotfs History of Mexico I, 117, III, 341, History of Peru I, 145. Siehe 
mich Haüy, Traiiä de mineraloyie IV, 372. 
484) Prescott's History of Peru I, 18. 
'35) Prescott (History qf Mexico 1, 153) sagt: "Wir haben keine Nachricht darüber, 
wie lange der Ben dieses Palastes dauerte, aber 200,000 Arbeiter sollen dabei bs- 
schäftigt gewesen sein. Und so viel ist gewiss, die Tezcucanischen Monarchen hatten, 
wie die Asiatischen und Alt-Aegyptischen, ungeheure Menschenmassen zu ihrer Ver- 
fügung und trieben manchmal die ganze Bevölkerung einer eroberten Stadt, die Weiber 
mit eingeschlossen, zu den öffentlichen Bauten. So riesenhnfte Bauwerke, wie sie die 
Welt sonst nicht gesehen, würden nie von den Händen freier Menschen errichtet wor- 
den sein." Der Mexikanische Schriftsteller Ixtlilxoehitl giebt eine merkwürdige Be- 
schreibung von einem der königlichen Paläste, Histoire, das Olrichimöques, übersetzt 
Voll Termmx-Uoonpans I, 257-262, cap. 37. 
186) Dies lässt sich durch eine gute Bemerkung von Matter, Histoire de Väcole 
digexandyie 1, 58 erläutern: Als die Aegypter einmal ihr altes Königsgeschlecht ver- 
loren hatten, zeigte es sich für die Nation unmöglich, wieder in Ordnung zu kommen.
        

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