Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Civilisation in England
Person:
Buckle, Henry Thomas Ruge, Arnold
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1005674
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1006921
der Naturgesetze. 
Einiiuss 
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wir haben Ursache zu glauben, dass er dem amerikanischen Con- 
tinent eigenthümlieh Wal-J 5 S) 
Mais ist wie Reis und Datteln ganz eigentlich das Produet 
eines heissen Klimas, und obgleich er auf einer Höhe von mehr 
als 7000 Fusstö") Wachsen soll, so sieht man ihn doch selten 
jenseit des 40", m) und seine Ergiebigkeit nimmt mit der Ver- 
lninderung der Temperatur reissend ab. So ist in Neu-Californien 
Sein durchschnittlicher Ertrag 70 bis SOfachfM) aber im eigent- 
lichen Mexiko 300-400fältig und unter sehr günstigen Verhält- 
nissen sogar 800fältign162) 
Ein Volk, welches seinen Unterhalt von einer so ausserordent- 
lieh fruchtbaren Pflanze erhielt, brauchte seine industrielle Kraft 
Wenig anzustrengen; zugleich hatte es alle mögliche Leichtigkeit, 
Sieh zu vermehren und brachte so eine Reihe socialer und politi- 
Scher Wirkungen hervor, welche denen ganz ähnlich sind, die wir 
in Aegypten und Indien gefunden. Daneben gab es noch andere 
L 
453) Man hat vermuthet, der Mais stamme aus Asien und zwar hat dies gethan: 
Rßynier, Ücononzie des Ardbes, 94, 95. Später hat sich gezeigt, dass er vor der Ent- 
deckung Amerikefs unbekannt war. Siehe MeymC-z Geogr. of plante, 44, 303, 304; 
Walckenaefs Note in Azam, Anzeärique märidionalo I, 149; Cuvier, Progräs des sciences 
naturelles II, 354; Uuoier, Eloges historiques II, 178; Loudonts Encyclop. of agri- 
ßulture, 829; Jlfüulloclßs Diclionary of commerce, 1849, p. 831. Was Ixtlilxochitl, 
der mexikanische Geschichtschreiber, in seiner Histoire des Oltickinzäqzocs I, 53, 64, 240. 
H, 19, gelegentlich über den Mais bemerkt, zeigt, dass er vor der Ankunft der Spa- 
nier als Nahrungsmittel im allgemeinen Gebrauch war. 
459) "Mais wächst zwar 7200 Fuss über der Meeresiiäche, vorherrschend aber nur 
3 und 6000 Fuss hoch." Lindlcgfs Vogetablc kingdovn, 1847, 112. Dies bezieht sich 
auf das tropische Süd-Amerika; aber der Zea Mais soll auf den Abhängen der Pyre- 
naeen in einer Höhe von 3000 bis 4000 Fuss wachsen. S. Austcn, On tlw forty day's 
mwize, in Report qf Brit. msec. for 1849; Trans. of sec. 68. 
160) Meym, Geogr, qf plants, 302, und Bdlfour, Belang], 567, nehmen an, dass in 
Ämerika 400 seine Grenze sei; dies ist im Ganzen richtig, aber er wächst ohne Zweifel 
bis zum 52", ja bis zum 54" nördlicher Breite. S. Riclmrdsowfs Arctic expedition, 
1851, II, 49, 234. 
m) "Sous ld zeme tempäräe, entre les 33 et 38 degräs de latitude, pur exemple 
dßm la Nuuvelle Ualüornie, le mails ne produit, m gäneiral, anno? commune, que 70 
ä 80 gmins pour an." Humboldt, La nouvelle Esjmgne II, 375. 
m) „Die Fruchtbarkeit des Tlaolli oder Mexikanischen Maises geht über Alles, 
W118 man sich in Europa vorstellen kann. Die Püanze erreicht bei starker Hitze und 
Feuchtigkeit eine Höhe von 2-- 3 Metres. ln den schönen Ebenen: Welche sich VOR 
S311 Juan del Rio bis Queretaro erstrecken, bringt der Mais manchmal 800fältige 
Frucht. Fruchtbare Aecker bringen in gewöhnlichen Jahren 300 bis 400fältigen Er- 
"aß" Humboldt, Nouv. Esp. II, 374.
        

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