Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Civilisation in England
Person:
Buckle, Henry Thomas Ruge, Arnold
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1005674
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1006861
Einfluss 
der 
Naturgesetze. 
89 
Winde werden jedoch von ihrer natürlichen Strömung durch die 
Bewegung der Erde, wie sie sich von Westen nach Osten um ihre 
Axe wälzt, abgelenkt. Und da natürlich der Umschwung der Erde 
unter dem Aequator reissender vor sich geht als anderswo, so 
Wird die Bewegung" unter dem Aequator so rasch, dass sie die 
Bewegung der Atmosphäre an den Polen überholt, sie in eine 
andere Richtung hineinreisst und so diese östlichen Strömungen 
verursacht, die man Passatwinde nennt. '46) Hier handelt sichs 
aber nicht sowohl um eine Erklärung der Passatwinde, 4") als 
um den Zusammenhang dieser grossen Naturerscheinung mit der 
Geschichte von Südamerika. 
Der Passatwind bläst auf die Ostküste von Südamerika, kommt 
aus Osten und streicht über den Atlantischen Ocean; folglich er- 
reicht er das Land überladen mit der Feuchtigkeit, die er auf 
Seinem Wege aufgesammelt. Diese Feuchtigkeit verdichtet sich, 
Wenn sie das Ufer erreicht, in periodischen Zwischenräumen zu 
Regen; auf ihrem Zuge nach Westen werden diese Winde nun 
durch die mächtige Kette der Anden, die sie nicht überschreiten 
können, gehemmt, '48) und strömen folglich all ihre Feuchtigkeit 
 „1n der nördlichen Hemisphäre bläst der Passatwind von Nordosten, in 
der südlichen von Südosten." Mcymüv Geogr. of plante, 42. Vergl. Walslfs Brazil 
1, 112. ll, 494, und über den tropischen Ostwind des Mexikanischen Meerbnsens 
S- Forrgfs Olimate of tlze Uniied States, 206. Er sagt, der Wind habe den Bäumen 
eine Neigung von der See her gegeben. 
447) Ueber die Ursachen der Passatwinde s. Somervillds Oonnexion of the physical 
Sciences, 136, 137; Lealieis Naturell phälosophy, 518; Danielfs Meieorological essuys, 
44, 102, 476-481; Kävntz, Mcteorolvyy, 37-39; Proufs Bridgewater, 254-256. 
Die Entdeckung der richtigen Theorie wird öfter Daniell zugeschrieben, aber Hadley 
ist der wirkliche Entdecker. Siehe Anmerk. bei Prout, 257. Die Monsunwinde, 
welche in populären Schriften öfter mit den Passatwinden verwechselt werden, sollen 
durch das Vorherrschen des Landes und durch den Unterschied seiner Temperatur 
und der der See verursacht werden. S. Kämiz, 42-45. Ueber die sogenannte Ver-' 
Wandlung der Passnt- in Monsunwinde, nach den Gesetzen, die ganz neuerlich von 
Dove bekannt gemacht worden sind, s. Report qf British assoc. for 1847, p. 30 und 
für 1848, 94. Die Monsunwinde werden erwähnt in Humboldfs Kosmos II, 485; 
Asiutic researclzoa XVIII, part I, 261; Tlzrirlwalfs History qf Greeec VII, 13, 55. 
Journal of geogr. society n, 90. 1v, s, 9, 143, 149, 169. XI, 162. XV, 146-149- 
XVI, 135. xvm, 67, 68. xxnr, 112; Lom Sarawak, 30. 
148) LyclFs Princzples of geology, 201, 714, 715; s. Somervilläs Pkysic. geogr. 
II, 71 u_ über diese begrenzende Macht der Cordilleras s. Azam, Vayagc dans FAmÄ- 
Tique märidionale 1, 33. Nach Dr. Tschudi heisst die östliche Kette Anden und 
die westliche Cordilleras, aber dieser Unterschied wird selten gemacht. Tschudfs Tra- 
1'978 in Peru, 290.
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.