Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Styl-Lehre der architektonischen Formen des Mittelalters
Person:
Hauser, Alois
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-2207933
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-2209101
Styl. 
Der gothische 
sich auch in Schwaben bei der ersten Kirche (Wimpfen im Thale, 
1262 bis 1278) französischer EinHuss direct geltend, während u. A. 
für Süddeutschland der Einfluss der Bauten von Regensburg 
bestimmend wird. Trotz dieser mannigfachen Gestaltung und Durch- 
bildung der Baulichkeiten tragen die Werke des Styles doch im- 
Grossen und Ganzen übereinstimmenden Charakter. 
Als eines der ersten Werke gothischen Styles in Deutschland ist 
Liebfrauenkirche in Trier zu bezeichnen. Sie ist, Fig. 69, ein 
Centralbau in Form des griechischen Kreuzes, an dessen einem Arme 
eine Altarapsis angefügt ist und demnach eine Verlängerung dieses Armes 
bildet. Dem kreuzförmigen Raume schliessen sich in den einspringenden 
Ecken niedrigere Räume mit zwei schräg gestellten Capellen an, so dass 
auch hier die Abstufung in der Höhenausdehnung ähnlich wie bei der 
basilikalen Anlage zur Geltung kommt. Siimmtliche Räume sind nach 
Aussen polygonal abgeschlossen. S0 vollendet sich dieser Bau auch in 
seiner ganzen Organisation und Durchbildung zeigt, fand er doch, wie 
der Centralbau überhaupt, in Deutschland wenig Nachbildung, da man 
im Allgemeinen und aus gottesdienstlichen Gründen die Form des 
lateinischen Kreuzes vorzog.
        

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