Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Styl-Lehre der architektonischen Formen des Mittelalters
Person:
Hauser, Alois
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-2207933
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-2209046
gothische 
Der 
Styl. 
selben 
wie 
aus 
einem 
Gusse, 
3115 
einem 
Gedanken 
erwachsen 
erscheinen lässt. 
Das Meisterwerk der französischen Gothik ist die Kathedrale von 
Amiens. Die Kirche wurde 1220 begonnen und von Robert von Luzarches. 
Thomas von Corniont und dessen Sohn Renault von Corniont erbaut. 
Lang- und Querbau sind dreischifiig angelegt, 
Fim (m. Fig. 66, derChor zeigt dagegen eine fünfschif- 
b n A i  U i c U i 
 ge n age mit mgang um ape .en tranz 
  von sieben Capellen, von welchen die mittlere 
-?Qi  weiter hinausgebaut ist als die übrigen, Die 
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 Capellen sind durch Seitenwände von ein- 
  ander getrennt und nur gegen die Mitte des 
i": 5.  Pol wons also in radialer Richtun" Geöffnet. 
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 Ueber den Scheidbögen erhebt sich nun 
 corresiacndirend mit  der 'Lage der Seiten- 
mwbvxxo u, schiffdacher das Triphorium und daruber 
lileA lll sind die Fenster angebracht, welche von 
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üiiäMW gi-i_u_ reichem btab- und Nlasswerlt getheilt, bis 
 p  zu den Schildbögen der Gewölbe reichen. 
 {Ä A Ä   Im Aeusseren spannen sich von den über 
 v   die Seitenschiffwände hinaufgeführten mäch- 
lx  xl tigen Strebepfeilern Strebebögen nach den 
 lvv v  Mittelschiffwänden und dahinter liegenden 
E?! A e  Q Gewölbeansätzen. Fig. 67. Die Fenster sind 
1-5 i. v         
 mit Giebeln geltront, xi elche das Dach 
I, v 7m gesims durchschneiden. Nur die Thürine 
lllabqhqm der WVestfacade sind von nicht völlig har- 
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live  nionischer Anlage und scheinen, wie die 
  ganze Fagade, nicht auf Grund eines ein- 
m  lieitlichen Planes entstanden zu sein. 
j"? Ä Die Kathedralen von Chartres (1260 
 geweiht) mit neun Thiirnien, Notre-Dame 
 e?  zu Rheims (1212 gegründet), durch die 
 vollkominenste Durchbildung des Strebe- 
   bogensystems ausgezeichnet und mit einer 
 glanzvollen, reich gegliederten Fagade ver- 
Dom von Amlens" sehen, S. Pierre zu Beauvais (m25 bis 
 m88),  Pierre et S. Paul zu 'l'r0yes, 
Bourges u. A. zählen mit der von Ainiens zu den grossartigsten den Styl 
charakterisirenden Bauten des I 3. Jahrhunderts in Frankreich. 
Ausser diesen drei- und fünfschifügen Kathedralen, welche 
durchweg basilikale Anlage und Gliederung zeigen und das gothische 
Bausystem in der reichsten Entfaltung zum Ausdrucke bringen, 
sind aber auch eine Anzahl kleinerer Monumente vorhanden, 
mehrere Capellen, in denen das gleiche System, nach Massgabe 
der räumlkhen Ausdehnung des Baues ZWEIY vereinfacht, aber in
        

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