Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Styl-Lehre der architektonischen Formen des Mittelalters
Person:
Hauser, Alois
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-2207933
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-2208927
romanische 
Der 
Styl. 
, Die Ranken, Blätterreihen, Rosetten, Palmetten u. s. w. Enden 
auch hier Anwendung, wenn sie auch mit grösserer NVillkür auf 
verschiedenartige Bautheile in gleicher Anordnung zur Verwerthung 
kommen. Mit dem vollen Verschwinden der Gebälkarchitektui- und 
der von der antiken völlig verschiedenen Gliederung der Gesimse 
im romanischen Style nimmt auch die decorative Gliederung des 
eigentlich constructiven Gerüstes anderen Charakter an. Die Kymatien 
und Bekrönungsornamente, welche die Profilirungen zierten, ver- 
schwinden allmählich, oder wo die Proßlglieder Decoration erhalten, 
wird dieselbe in einem der Antike fremden Sinne diesen Theilen 
angepasst, 
sie 
wird, 
wie 
die 
Verwerthung 
des 
ganzen 
romanischen 
Figg 
Romanisches 
Bandornalnent. 
ornamezitalen Apparates eine mehr teppichartige, ohne im bestimmten 
Bezuge zu den Functionen der einzelnen Bautheile zu stehen. 
Das romanische vegetabile Ornament, Fig. 59 und 60, ist 
streng stylisirt und erinnert sowohl im Contour wie in der Modellirung 
nur mehr wenig an die Naturvorbilder und PHanzenmotive. Das 
derbe Stengelwerk ist meist band- oder bündelartig gebildet, die 
Blüthen und Blätter, in der Regel wenig eingeschnitten, sondern voll 
und derb gestaltet, setzen sich ohne Vermittlung, ohne trennende 
Glieder und Kelche als Fortsetzung des Stengels an denselben. 
Reiche Einrollungen, selbst Verschlingungen der Stengel, Blüthen und 
Blätter geben dem Ornamente oft den Eindruck des absichtlich Ver- 
worrenen und decken die zu schmückende Fläche fast vollständig. 
Die Modellirung der Elemente ist in scharf geschnittenen Flächen
        

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