Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Styl-Lehre der architektonischen Formen des Mittelalters
Person:
Hauser, Alois
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-2207933
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-2208711
Der 
Styl. 
romanische 
Als eines der seltensten Beispiele von ursprünglich flach gedeckten 
Basiliken mit abwechselnd Siiulen- und Pfeilerstellungen sei die Kirche 
S. Willibrord in Ecliternach (1031 geweiht) erwähnt. Sie ist ein 
dreischifiiger Bau mit Querschiff und gerade abgeschlossenem Chor. 
Die Pfeiler sind durch grosse Bögen untereinander verbunden und 
nehmen zwischen sich in dem jeweiligen Intercolnmniilm eine Säule 
mit den verbindenden kleineren Bögen auf. (Die Anordnung erinnert 
demnach an ähnliche Cornbinationen in sächsischen Bauten) Die Decke 
war ursprünglich eine Flachdecke, an deren Stelle traten in früh- 
gothischer Zeit die jetzigen Kreuzgewölbe (Fig. 35). 
In der Regel zeigen die rheinischen Bauten eine einfach klare 
Grundrissdisposition, dieselbe ist vollständig von der Verwerthung 
des Kreuzgewölbes und der Betonung der Vierung durch eine 
Kuppel bedingt. Mittelschiff und Querschiff gliedern sich durch 
Aneinanderreihung gleich grosser quadratischer Kreuzgewölbe und 
sind demnach im Grundrisse als eine Folge quadratischer Felder 
gebildet. Die Ausdehnung eines Seitenschiffgewölbes entspricht einem 
Viertel derjenigen eines Mittelschiffgewölbes. Fig. 36. Abwechselnd 
stärkere und schwächere Pfeiler stehen mit den Gewölben des 
Mittelschiffes und der Seitenschiffe in engem Bezuge und gliedern mit 
den verbindenden, die Fenster umrahmenden Bögen die Hochmauern. 
Fig. 37. Das Aeussere gewinnt durch die Verwerthung reichlicher 
Thurmanlagen an der Westseite und zur Seite der Vierung, durch
        

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