Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Styl-Lehre der architektonischen Formen des Mittelalters
Person:
Hauser, Alois
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-2207933
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-2208703
Der 
romanische 
werthung des Spitzbogens die Basilika zurück vor dem mit gleich 
hohen Schiffen angeordneten Hallenbau. Charakteristisch für West- 
phalen sind namentlich die ungemein massiv angelegten Thurm- 
vorlagen an den Westseiten der Kirchen. Die wenig gegliederten, 
auf rechtecki er oder uadratischer Grundlage errichteten Bauten 
z) 
sind nur durch B0 enfensterreihen in mehreren Etagen belebt und 
b 
erhalten entweder ein einfaches Sattel- 
Fig- 34- dach oder einen pyramidal geformten 
Q Dachabschluss. Fig. 34. 
Ä 
 Die Kirchen zu Fischbeck 
 an der Weser, Kappenberg und 
 Freckenhorst, Lippoldsberge, 
  die hiarienlairche in Dortmund, 
  der Dom zu Soest sind als Pfeiler- 
  "  oder Siiillenbasililten gebildet und 
  ä  mit Rachen oder gewölbten Decken 
i versehen, 
  Hallenkirchen mit spitzbogigen 
F ÖJI ivv  
     Gewölben und zumeist geradem Chor- 
 a   abschlusse sind die von Marienfeld 
  (1222 geweiht), Loccum (1240 bis 
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ilrHhH 175;; 1250), der Dom zu Osnabruck, 
ifffqpigg;  Tfiliktsgilii zu Mü nster (122 5 bis 1261), die 
 Marienkirche zur Höhe bei Soest, 
  die Stiftskirche zu O ber-Marsb er g, 
  1  der Dom zuPaderborn, die Münster- 
     
 kirche zu Herford u, A. 
 g Charakteristische XVestfagaden 
I   j   mit mächtigen Thurmaufbauten zeigen 
    5 namentlich die Dome von Pader- 
  i L l "IV l   born Minden, die Kirche zu 
  im  F im 1 t 1 D S t 
a?   X 1  w.     rec 'en iors , (er 0m zu oes  
        Die Fagade des Letzteren besteht aus 
einem Hallenbau mit Obergeschoss, 
Westphälischer Thurm. in dessen Mitte sich der Thurm auf 
Dom zu Soest. rechteckiger Grundiiäche erhebt. 
Zwei Reihen Arkadenfenster beleben 
die schwer und massig wirkenden YVanclHiichen. Oben setzt sich ein 
achtseitiger Helm auf. 
In der rheinischen Architektur sind Säulenbasiliken mit 
Rachen Decken selten in Ausführung gekommen, dagegen treffen 
wir hier die gewölbte Pfeilerbasilika in vielen Werken und bis zu 
der innerhalb des Styles möglichen höchsten Vollendung durch- 
geführt.
        

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