Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Styl-Lehre der architektonischen Formen des Mittelalters
Person:
Hauser, Alois
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-2207933
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-2208678
Styl. 
Der romanische 
Das Aeussere der Kirchen hat grosse Aehnlichkeit mit dem 
Aeusseren der nordfranzösischen Bauten, Wandpfeiler und Consolen- 
gesimse gliedern die Flachen, Rundbogenfriese kommen auch hier 
selten in Anwendung. Ueber der Vierung erhebt sich ein kräftig 
entwickelter massiver Thurm, der den ganzen Aufbau beherrscht, 
dagegen fehlen an den YVestfagaden die Thürme in den meisten 
Fällen. Auch hier im Aeusseren entfaltet sich eine glänzende orna- 
mentale Decoration, die sich sowohl auf die Thürme wie auf Fagaden, 
Fenster und Portale erstreckt und namentlich in reichlich verwertheten 
Wandarkaden und Ausstattung mit Zickzack-Schuppen-Sternorna- 
menten und Zinnenwerk besteht. 
Nur wenige der erhaltenen Bauten zeigen übrigens noch die 
ursprüngliche Durchbildung, da die vorwiegende Zahl der Kirchen 
in späterer Zeit wesentliche Veränderungen erfuhr. 
Zu der grossen Zahl der erhaltenen Monumente zählen die 
Kathedralen von Norwich (1096 gegründet), Peterborough (1117 
gegründet), Durham (Mitte des I2. Jahrhunderts), die Klosterkirche 
von Waltham u. A.  
Romanische 'l"heile sind erhalten in den Kathedralen von York, 
Ely, Rochester, Chichester, Colchester, Gloucester, Oxford, 
Blalrnsbury (mit spitzbogigen Scheidbögen und rundbogigen Gallerie 
Öffnungen) u. A. 
Der 
deutsch-romanische 
Styl. 
Die deutsch-romanischen Bauten zeigen trotz der verschiedenen 
Durchbildung derselben in verschiedenen Theilen des Landes doch 
nicht jene wesentlichen Unterschiede, wie dies in den französischen 
und italienischen Bauten der Fall war, es herrscht grössere Uni- 
formität sowohl in den Systemen der Ueberdeckung der Räume, als 
auch in den Grundrissdispositionen, hier ist entweder die Hache 
Decke oder aber vorherrschend das Kreuzgewölbe zur Anwendung 
gekommen. 
Die Kirche hat die Form des lateinischen Kreuzes bei basili- 
kalem Aufbau, der Chor ist nur in seltenen Fällen mit Umgang 
und Capellenkranz versehen und endet in der Regel mit einer oder 
drei halbkreisförmigen Apsiden. Charakteristisch unter den deutschen 
Bauten sind namentlich die Kirchen-anlagen mit östlichen und west-
        

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