Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Styl-Lehre der architektonischen Formen des Mittelalters
Person:
Hauser, Alois
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-2207933
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-2208594
Der romanische 
Styl. 
mit Halbsäulen gegliedert, freistehende Säulen kommen im Langbau 
selten in Anwendung. 
Die ornamentale Ausstattung ist namentlich von den antik- 
römischen Bauten beeinflusst, so in der Provence, im Dauphine und 
Languedoc, wo hauptsächlich die Portale in reichster XVeise nach 
antiken Vorbildern gegliedert und decorirt sind. NVährend hier die 
plastische Decoration vorherrscht, kommt in der Auvergne eine 
mosailzartige Flächendecoration in geo- 
metrischen Ornamenten zurAmvendung. Fig" 27' 
Friese, Giebelflächen u. dgl. erhalten  y  
diese Auszier, während die Portale ein-    kt J  
fach und schmucklos gebildet sind. ß   
Die Kirche N 0 t r e  D 11 m e Q   i 
d u P o rt zu Clermont Ferrantl  17'-   l Äxv 
(Auvergne) ist ein (ireischiftiger    
Langbau mit einschifiigem Querbnu      
(Fig. 27). Der Chor besteht aus der   i?   
hnllnlareisförmigen, der Breite des sizäixxrliäiif 
Mittelschiffes entsprechenden Apsis     
mit Umgang und viex radial hinaus-   
gebauten Capellen; solche Capellen       
sind ausserdem an jeder Seite des    
Kreuzarmes angelmut. Das Uittel- i,     
schiff ist mit einer Lfingstonne ohne   N 
Verstärkungsriplwen, die Seitenschitfe i?     l" 
sind mit Ilalbtonnen überdeckt   ä 
(Fig. 28 u. 29). In den Seitenschitlen   
sind Gallerien über Kreuzgewölben        m 
angeordnet, sie öffnen sich über x  1 
jedem Scheidbogen durch drei Klee- u 5 49 '15 lzometer 
blattbögen über Säulchen gegen das  
Mittelschiff. Die Höhe der Seiten- Notre-Dame du Port in Clermont. 
schiffe reicht mit den Halbtonnen 
kommen 
im Langbau 
bis zum Ansatze der Mittelschifftonne, dasselbe ist am Umgange des 
Chores der Fall, während die Capellen wieder niedriger bleiben. Ueber 
der Vierung erhebt sich eine Kuppel. Die Pfeiler des Langbaues" sind 
rechteckig gebildet und mit Säulen zur Aufnahme der Bögen versehen. 
Zwischen Apsis und Umgang sind freistehende Säulen angeordnet. Nach 
dem Gesagten ist das Innere des Raumes schwer und derb gegliedert 
und namentlich höchst ungünstig beleuchtet. 
Im Aeusseren kommt die Hauptform des Inneren zur Geltung, doch 
ist die Gliederung eine wenig plastische, die Decoration namentlich 
mit jenen mosdikartigen Bekleidungen (opus retictilatilni) ausgeführt. 
Die Abteikirche von Conques (Languedoc)  ist 
ein (lreischifüger Langbau mit (Ireischiftigem Querbau. Der Chor ist dem
        

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