Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Styl-Lehre der architektonischen Formen des Mittelalters
Person:
Hauser, Alois
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-2207933
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-2208563
Styl. 
Der romanische 
Rücksicht auf die auf denselben aufsetzenden Diagonal- und Gurtbögen 
gegliedert, Die Gliederung der kleineren Pfeiler reicht nur bis zum 
 Ansatze der Scheidbögen, beziehungsweise der Galleriehöhe hinauf, Ueber 
der quadratischen Vierung erhebt sich eine achteckige Kuppel. Der 
Uebergang vom Quadrate ins Achteck ist durch iibereckgestellte Bögen 
ausgeführt. 
Die Fagarle erhebt sich ohne Rücksicht auf die Basilikenanlage 
und ist mit einem grossen Flachgiebel abgeschlossen, dessen Schrägen 
Bogengallerien folgen. Die Schiffe 
Fig. 25. sind nur durch aufsteigende Pfeiler 
   undHalbsäulenlnünrlel markirt. Drei 
 [X  reiche Portale mit phantastischen 
   Reliefen und andere ziemlich plan- 
-  - los vertheilte Reliefdarstellungen 
II;   zieren die NVandflächen des Baues. 
f; l  Mit s. Micchele verwandt in 
  MA,      der Anlage ist  Amhrogio in 
       Mailand. 
' l u.     ä Der Dom von Parma (I2. Jahr- 
      hundert) ist dreischifiig mit ein- 
 D]        F  schiffigem (Querbau und Chor. Die 
lt,        Querschifffliigel sind je mit zwei 
Xv-r-IYÜA"  Apsiden versehen, die Kreuzgewölbe 
 ;        durchweg auf rechteckiger Grund- 
 li    form ausgeführt. Die Gallerien 
 über den Seitenschiffen kehren sich 
  Y     m zwischen je zwei Pfeilern mit vier 
I;   1' Bogenöffnungen nach dem Mittel- 
Eä      i!  "l  schiffe. 
 ß  4     Dom von Piacenza (1122 be- 
  gonnen). von Cremoua (I2. jahr- 
 M r- " "I ß Malw- hundert), von Ferrara (1135), 
 5_ hlicchde in pavm Kirchen in Bergamo, Coniu, 
Verona u. A. 
In Unteritalien, namentlich aber auf der Insel Sicilien vereinigen 
sich altchristliche, byzantinische, arabische und normannische Ele- 
mente zu einem in den Formen reich bewegten Bausysterne. Als 
besonders charakteristische Merkrnaleder verschiedenen zu einem 
Ganzen sich vereinigenden Stylelemente erscheinen der altchristliche 
Basilikenbau, die byzantinische Kuppelanlage, die Verbindung der 
Thürme mit der Kirche in normannischer Art, der muhammedanische 
hochgestelzte Spitzbogen, die stalactitenartigen Zellengewölbe, die 
arabischen Ornamente und arabischen Inschriftzeichen mit christ- 
lichem Inhalte, und eine reiche musivische Auszier des ganzen Bau- 
Werkes.
        

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