Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Styl-Lehre der architektonischen Formen des Mittelalters
Person:
Hauser, Alois
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-2207933
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-2208507
Styl. 
Der romanische 
schifßge Basilika  I9) mit dreischiftigem, weit über den Langbau 
hinaustretendem Querbau. Die Mittelschiffe sind Flach gedeckt, die 
Seitenschiffe mit Kreuzgewölben und Emporen darüber versehen. Die 
letzteren sind nach dem Mittelschiffe durch Arkadengallerien abwechselnd 
mit Säulen und Pfeilern geöffnet. In der Vierung ist eine im'Grund- 
risse oblonge Kuppel über spitzbogigen Gurtbögen errichtet (byzan- 
tinische und orientalische Elemente). Das Aeussere (Fig. 20) zeigt in 
der Hauptform die Disposition des Inneren. Die niedrigeren Seiten- 
schiffe und das hohe Mittelschiff kommen 
Fig. I9. in der Gruppirung des ganzen Aufbaues 
 S zur Geltung. Die Aussenwiinde sind 
    
        
im   1  stellungen des Erdgeschosses folgen in 
l," igy   j den Fagade vier freistehende Säulen- 
    "    i   "   "i gallerien von geringeren Dimensionen, 
f"! "i. 341;" V11  3x die ganz in freier Weise auch den Giebel- 
iä iilugj   r r (1 schrägen angepasst sind. Im Aeusseren 
;Hd      und. Inneren wechseln durchlaufende 
  Schichten weissen Marniors mit solchen 
.3"  _ von schwarzem Marmor. In ähnlicher 
 -l   Weise macht sich der Wechsel farbigen 
 I: Materiales an den Bögen und in den 
 g  Fiiliungsfeldern der Bögen im Erd- 
   geschosse der Fagade geltend. 
 yfijl  Verwandte Durchbildung zeigen das 
   Baptisterium und der Campanile 
  in Pisa, beide zunächst dem l)0me er- 
  E;  richtet. Das Baptisterium S. Giovanni 
o E w ß n ß H wurde von Diotisalvi (1153) erbaut. Es 
 Main ist ein Rundbau, durch einen Kranz von 
Dom zu Pisa. Säulen und Pfeilern in einen Mittelraum 
init konischer Kuppel und einen rings- 
umlaufenden, mit Gallerie versehenen Seitenraum gegliedert. Der Carn- 
panile, ein Werk Wilhelms von Innspruck und Bonanus (1174), ist mit 
Bogenstellungen über Säulen in sieben Etagen gegliedert. 
Die Anordnung und verschiedenfaltige Verwerthung von 
Saulenstellungen mit Bögen als Weiterbildung dieser Combination 
aus altchristlichen und spätrömischen Bauwerken ist ein charakte- 
ristisches Merkmal der pisanisch-romanischen Bauten. 
Verwandte Form zeigen in Pisa die Kirchen: S.' Frediano, 
S, Sisto, S. Anna, S. Andrea, S. Piei-ino, S. Paolo all' Orto, 
S. Paolo in ripa d'Arno, S. Nicola, S. Micchele in Borgo; in 
Lucca: S. Frediano, S. Giovanni, S. Maria foris portam, S. Pietro 
Sornaldi, S. Micchele und der Dom, ausserdem Kirchen in Prato, 
Pistoja, Volterra, Arezzo,
        

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