Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Styl-Lehre der architektonischen Formen des Mittelalters
Person:
Hauser, Alois
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-2207933
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-2208389
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Die 
Style, 
Der Gesammteindruck des Inneren und Aeusseren der byzan- 
tinischen Bauten ist namentlich von den mächtigen constructiven 
Massen und deren grossen Flächen bedingt. Die decorative 
Gliederung ändert nur wenig an dieser Wiirkung, da sie sich der 
Fläche vollständig unterordnet, sie ist eine vollkommene Flächen- 
gliederung, durch welche die bauliche Bedeutung der einzelnen 
Theile nur wenig zum Ausdrucke kommt. In dieser nur ganz äusser- 
lichen teppichartigen Bekleidung sämmtlicher Bautheile liegt ein für 
den Styl charakteristisches orientalisches Element, das denselben 
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Langschnitt. 
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von dem antik-römischen wesentlich unterscheidet. Verschiedenfarbige 
Marmortäfelung, ornamentale und Hgurale Darstellungen auf Gold- 
grund in Mosaik bedecken die Wände und werden durch sehr Hache 
Rahmen oder Ornamentbänder eingefasst, auch die Flächen der- 
Bögen, Gewölbe und Capitelle sind mit solchen Teppichmustern 
oder Flachornamenten besetzt. Die Gesimse sind sehr wenig vor- 
tretend gebildet, sie folgen nur im Wesentlichen den Formen der 
antiken Gesimse, ohne deren wohlberechnete Abstufung der Theile 
und körperliche Wirkung beizubehalten. Meist sind sie nur aus 
wenigen Gliedern zusammengesetzt und stehen ihren Dimensionen 
nach nur in richtigem Verhältnisse zu den einzelnen Theilen, nicht 
aber zur Gesammtausdehnung der räumlichen Anlage.
        

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