Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Styl-Lehre der architektonischen Formen des Mittelalters
Person:
Hauser, Alois
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-2207933
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-2208370
Die altchristlichen 
Style. 
Säulen traten 
die Pfeiler. 
als 
Träger 
der 
Gallerien 
in 
gerader 
Linie 
zwischen 
Bei kleineren Bauten späterer Zeit, Fig. II und I2, wurde 
unter Verwerthung des erwähnten Systems und nach Fortlassung 
der Gallerien die Kuppel auf Säulen oder auf kreuzförmig durch- 
brochene Pfeiler gestellt, sie erhebt sich jetzt zumeist über einem 
mit Rundbogenfenstern versehenen Tamboilr, der auch zuweilen poly- 
gonale Grundform erhält. An der Ostseite treten drei, aussen poly- 
gonale, innen halbkreisförmigc 
Apsiden vor, an der Westseite F13"  
zwei ebenfalls mit Kuppeln über- ßibx 
Wölbte Vorhallen. '    
Kirche der heil. Irene in  
Constantinopel. Langbau mit   
zwei Kuppeln und Gallerien   
über Pfeilern, dann ebendort     12 
dieKirche Agia T heotok os      I! 
(9-10. _Thdt.). Sie hat die   
Form der zuletzt erwähnten  j: 
kleinen Kirchenbauten und     
ivird zum Vorbilde für viele       
Kirchen des Orientes und       -   
Occidentes. I. K!      (l  
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Agios Pantokrator [p      ithnntli,  mm  q 
und die Kirchen der Klöster   --ä 4 
Chora (II. jhdt.) und    l  
Pantepoptae (I2.  J 
Panachrante, Myrelee, D ä w 4.5 20W 
SS. Petrus und Marcus,  
S. Andreas, Erlöser in Byzantinischer Centralbau in Form des 
ConstantinopeLAgiaSophia griechischen Kreuzes. Agia Theotokos. Con- 
(6.  Apostelkirehe, stantinopel. 
S. Bardias (987), S. Elias 
(1012) zu Thessalonica, S. Sophia in Trapezunt, S. Nicolaus in Myra, 
S. Clemens in Ancyra, Kathedrale und Kirche des heil. Taxiarchos zu 
Athen, Kirchen zu Navarin, Modon, Samari, Vucaxio und des Klosters 
Daphni bei Athen, S. Lorenzo und S. Domenica in Zara. 
Der byzantinische Styl verbreitete sich über Italien, wo er 
namentlich in Ravenna und Venedig zur Geltung kam, auch nach 
den Westlanden. 
Das bedeutendste erhaltene Monument ist die Münsterkirche zu 
Aachen (796-804). Es ist ein Centralbau, bestehend aus einem acht- 
eckigen Kuppelraume mit sechzehneckigem Umgange, der sich in zwei 
Etagen erhebt. Die Decke der Gallerie besteht aus radial gestellten 
Tonnen, wvelche gegen die Kuppel als Streben schräg ansteigen. 
Hauser. Styl-Lehre. II. 2
        

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