Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Styl-Lehre der architektonischen Formen des Mittelalters
Person:
Hauser, Alois
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-2207933
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-2209445
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Der gothische 
Styl. 
freier und mehr naturalistisch gebildet. Es macht sich auch hier in 
erster Zeit eine strengere Stylisirung geltend, welche im dreizehnten 
Jahrhundert und damit in den deutschen Bauten nur mehr wenig 
anklingt, im vierzehnten und fünfzehnten Jahrhundert aber voll- 
ständig freier Durchbildung oder barocker Verzerrung der Formen 
Platz macht. 
Die wichtigsten Orte für die Anbringung des vegetabilen 
Ornamentes sind die Capitelle der Dienste, die Kehlungen der hori- 
zontalen Gesimse, wie der Gesimse an Giebeln, NVimpergen, Thor- 
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Krabben. 
Gothische 
und F ensterumrahmungen, die Schlusssteine der Gewölbe, die Kanten 
und Spitzen der Fialen und Thürme. Das Ornament ist entweder 
als Reliefornament oder ganz plastisch gebildet. In der Vertheilung 
desselben kommt entweder die Reihung von Blattelementen oder 
es treten Gruppirungen von Blättern und Zweigen in regelmässiger 
Vertheilung in Geltung, oder es ist das Ornament ein in freier Ver- 
theilung der Blätter und Blüthen gebildetes Rankenornament. 
Fig. 106. Bei der im allgemeinen naturalistischen Auffassung des 
Ornamentes werden die Anforderungen des Reliefstyles nur wenig 
eingehalten, so dass das Ornament mit der Grundfläche nur in 
geringem formalen Zusammenhange steht. Ganz plastisch gebildet
        

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