Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Styl-Lehre der architektonischen Formen des Mittelalters
Person:
Hauser, Alois
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-2207933
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-2209314
Styl. 
Der gothische 
III 
Die Durchdringungspunkte der Rippen wurden mit besonders 
reich ausgestatteten Schlusssteinen besetzt, welche in der Regel 
als Rosetten gebildet vor die Rippen vortraten und zugleich als 
belastende Theile constructive Bedeutung hatten Fig. 92. 
Die gothischen Gesimse haben, entsprechend dem Wesen des 
ganzen Bausystemes, verhältnissmässig geringe Ausladung und geringe 
plastische YVirkung, namentlich gilt dies für die Gurt- und Haupt- 
gesimse, bei denen jede Reminiscenz an antike Plattengesimse ent- 
fällt. Schon die Hauptform der Gesimse ist völlig in anderem Geiste 
Gothischer 
Schlussstein 
angelegt als in der Antike. Sie treten schräg aus der NVandHäche 
vor und sind oben wieder mit einer abfallenden Schräge versehen. 
Schräge Plättchen, tiefe Kehlungen und Aushöhlungen (Wasser- 
nasen) gliedern die Gesimse Fig. 93, 94, 95. In die Kehlungen 
wird zuweilen ornamentale Füllung gesetzt, welche in demselben 
Sinne wie an den Kelchcapitellen aus aufrechtstehenden Blättern 
oder Zweigen besteht. Die Kranzgesimse erhalten häufig oben eine 
Balustrade und stehen als NVasserrinnen mit Ausgüssen in Verbindung, 
welche als phantastisch gebildete Thier- und Menschengestalten 
(XVasserspeier) weit vortreten.
        

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