Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Styl-Lehre der architektonischen Formen der Renaissance
Person:
Hauser, Alois
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-2209545
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-2210662
Styl 
Der 
italienischen 
der 
Renaissance. 
In den Räumen des Dogenpalastes in Nlenedig, welche bis zum 
Beginn des I6. Jahrhunderts als Privatwohnung der Dogen verwendet 
wurden, sind eine Zahl solcher Decken erhalten. Decke in der Akn- 
demie (laselhst. (Zwei gewölbte Decken mit vergoldeten Rosetten und 
verbindendem Ornamente auf blauem Grunde im Palazzo D ucalc 
in Mantua.)  
Durch die Einführung reicherer Bemalung der Decke mit 
bedeutungsvollen Flguralen Darstellungen macht die gleichmiissigere 
netzförniige Theilung einer besonderen Ilervorhebung einzelner 
Felder von verschiedener, auch kreisrunder oder eombinirter 
Form, Platz. Die Felder werden durch Rahmenwerk so mit ein- 
ander in Verbindung gebracht, dass zwischen diesen Hauptfeldern. 
sowohl der Form als Decoration und farbigen Behandlung nach, 
untergeordnete Nebenfelder entstehen. Die Steincassette hat hier 
vollkommen dem Rahmen- und Füllungswerke der Holzdecke 
ldatz gemacht. 
Die Vertheilung ist entweder eine ganz gleichmassige über 
die Deckenfläche, oder es treten grössere Felder zur Betonung 
von Mitte, Ecke u. s. w. besonders in Geltung. Die Hochrenais- 
sance hat in Kirchen und Wohnräumen diese Form häufig ver- 
werthet, und auch ohne NVeiteres auf das Tonnengervölbe über- 
tragen. Für venezianische Bauten darf die Anwendung vieler 
kleiner Felder, für römische die grössere Gliederung hervorge- 
hoben werden (Fig. 60). 
Decken im Dogenpalast, in der Scuola di S. Marco und 
Seuola di  Giorgio degli Sehiavoni in Venedig, im Pal. Buffalo 
bei S. Andrea della Valle, Pnl. Massimi und Convent der Beiehtväter 
in Rom, in der Biblioteea Laurentiaila in Florenz von Michelangelo. 
Am Ende der Hochrenaissance wird, mit dem Verlangen 
nach grösseren Deckenbildern, das Leistenwerk mächtiger und 
schwerer, mit Zahnschnitten und Consolen nach beiden Seiten 
versehen. Die Felder selbst bekommen die verschiedensten 
Formen, auch das Oval tritt häufig in Verwerthung. 
Decken des Domes und vieler Räume im Pal. Dueale in lNIantua 
_von Giulio Romano, des grosserl Saales im 13:11. Vecchio in Florenz 
von Vasari, und der Zimmer im letzten Stockwerke (lesselberl Palastes 
(Quartiere Leonora di Toledo) von Vasari und Salviati. 
Decken im Dogenpalaste und in S. Sehastiano in Venedig. 
I)ie meisten Basiliken in Rom erhielten in (lieser Zeit neue Decken, 
darunter S. M. in 'l'rastevere,  Crisogono, Araeeli, S. Giov. in Laterano, 
S. Cesareo, S. Martino a monti, S. Agnese, S. Clemcnte, S. Lorenzo. 
An Stelle des geschlossenen Rahmenwerks tritt mit dem 
Beginne der Barockzeit denBilderrahmen ein. Die Verbindung
        

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