Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Styl-Lehre der architektonischen Formen der Renaissance
Person:
Hauser, Alois
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-2209545
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-2210605
Der 
Styl 
italienischen 
Renaissance. 
oben wird es mit einer geraden oder giebelförmigen Verdachung 
abgeschlossen. Bei reicherer Durchbildung treten zu beiden Seiten 
des Fensters Consolen, Pilaster oder Halbsäulen als Träger des 
krönenden Gesimses hinzu. 
Die Fenster der Erdgeschosse werden häufig mit den Keller- 
fenstern zusammengezogen. 
Mezzaninfenster, meist von quadratischem Verhältnisse, cr- 
halten eine gleichmässige Umrahmung nach allen Seiten und 
treten mit der Architektur der Fagade in geringen Bezug (siehe 
Fig. 51). 
mit 
den Keller 
Das 
Kirchenfenster 
vom 
Palastfcnster 
nicht 
wesent- 
lich verschieden, besonders gilt diess 
welche die Fensterformen des Palastes 
für die Hochrenaissancc, 
ohne viel Bedenken dem 
Zwecke 
bours u. 
entsprechend vergrössert 
s. w. verwerthet. 
und 
an 
Fagaden, 
Kuppcltam- 
In den Kirchen Brunellescos sind die rundabgeschlossenen 
Maueröffnungen schlicht mit fast mittelalterlichen Profilen um- 
rahmt. Die höchste Pracht zeigen die Fenster an der Certosa 
bei Pavia (Fig. 58). 
Das hie und da verwerthete kreisrunde Fenster erfährt 
selten eine Ausbildung, die über die Proülirung der Leibung 
hinausgeht. 
Die Thur- oder Thorumrahmu 11g steht in demselben Ver- 
hältnisse zur Wandfliiche, wie diess für die Fensterurnrahmting 
der Fall war, doch gewinnt die Erstere in Folge ihrer ausge- 
zeichneteren Stellung, gewöhnlich in Mitte der Fagade, und ihrer 
grösseren Dimensionen wegen eine sorgfältigem, auch in der 
Regel reichere Durchbildung. 
Proülirung 
der 
Leibung 
Für das Hausthor darf gelten, dass dasselbe am Beginne 
des Styles einfach und in engem Zusammenhange mit der Archi- 
tektur der Plagade gebildet ist, mit der Hochrenaissance, besonders 
aber im Barockstyle gestaltet sich die Umgebung desselben zu 
einem oft ganz selbstständigen und weit vertretenden Thorbau. 
Die bescheidenste Ausbildung zeigen die Thore der tos- 
canischen Rusticapaläste, mit ihren einfachen, hinter die Fläche 
der Wand zurückgestellten umrahmenden Gewänden. 
Dagegen hat die Friihrenaissance in ganz Italien an Palästen 
und Kirchen und oft an den sonst einfachsten Objecten, die Thiiren 
zum Gegenstande reichster Bildung und edelster Verwerthung
        

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