Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Styl-Lehre der architektonischen Formen der Renaissance
Person:
Hauser, Alois
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-2209545
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-2210518
Der 
Styl 
italienischen 
Renaissance. 
lungen unmittelbar auf Säulen, von ])ilusteruralnungen. sowie von 
jedem weiteren Bezuge dieser 1901111011 zu Wand und Decke, kommt 
in Vignolas NVerke nichts vor. Als Einheit (Modul) für den Muss- 
stub 112111111 er den unteren I-lalbmesser der Säule an und tlxeilte 
denselben in eine bestimmte Zahl kleinerer Theile (Partes). Den 
Nlodul gewinnt er wieder aus der Theiltmg der Gesammthöhe 
der Ordnung. 
Die leichte Hantirung mit diesen Verhältnissen in jedem 
gegebeilen Falle, trug zu der einflussreichen Anwendung der 
vignolziischen Ordnungen wesentlich bei, rief aber eine gewisse 
Gleichförmigkeit und schematische Nüchternheit in der Archi- 
tektur hervor, welche den Charakter der Bauten der zweiten lrliilfte 
des 
den 
16. Jahrhunderts wesentlich beherrschen. 
Für die toscanisehe Ordnung findet Vignola kein Vorbild in 
römischen Resten. Iir bezieht sich hierfür auf Vitruv und 
bildet eine, auf's einfachste reducirte, dorisehe Form. 
Die dorische und jonische Ordnung nimmt er vom Theater 
des llrlarcellus und ergänzt die Geisa. Dieser dorischen Fdrm 
schliesst er noch eine zweite, verschiedenen Fragmenten in Rom 
nachgebildete, mit eonsolzirtigen Mutulen an. 
Die korinthisclie Ordnung hat er an verschiedenen Monu- 
menten Roms, vorzüglich aber am Pantheon (Rutunda) vermessen 
und gezeichnet. Bei Vertheilung der Consolen, Zahnschnitte, 
Blätter der Kymatia, nimmt er auf die Stellung der Saulcnachsen 
ängstlich Bezug. 
Auch die composite Ordnung giebt Vignola als eine Zu- 
sammenstellung aus mehreren römischen Bauten. 
Für die Verzeichnung der Ordnungen werden endlich folgende 
Masse angegeben: 
Toscanische Ordnung: 
 Der Modul wird gefunden durch Theilung der ganzen Höhe 
der Ordnung in I71f2 Theile, welche wieder je in I2 Partes ge- 
theilt sind. 
Die Säulenhöhc beträgt: Basis I M. 4- Schaft 12 M.  
Capitcll I'M. z I4 Modul. 
Die Gcbälkhöhc: Architrav I M.  Fries I M. 2 P. 4- Kranz- 
gesims 1 M. 4 P. r- 3112 Modul. 
Der Durchmesser der Säule beträgt unten 3 M., oben 
1 M. 7  das Intcrcolumnium 4213 M., die Ausladung des Kranz- 
gcsinlscs 1112 M. 
Kranz-
        

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