Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Styl-Lehre der architektonischen Formen der Renaissance
Person:
Hauser, Alois
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-2209545
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-2210487
Styl 
italienischen 
Renaissance. 
geschwellt. An kleineren decorativen Objcctcn und an besonders 
reich durchgebildeten Monumenten erhält zuweilen auch der Schaft 
eine Auszier. Sie geht von cler theihveisen Umgürtung und Gliede- 
rung mit Ornamenten bis zur völligen Umbildung der Säule zum 
abgestuften Candelaberschafte. 
Besonders 
reich 
norditalicnischun 
Bauten 
Scuolä 
di S. Roccu und S. Unrco in Xkncdig, der Kirche in Cumo (Form 
dclla Raum), den Hanslhuren an Casa Mudignani zu Lumli, Stangn 
zu Crclnonn, in einem Hause auf Piazzn Fussatello in Genua, an den 
Fenster 
Ccrtosa 
der 
Im Gegensatzc 
Pilasterschaft in 
zu demdneist glatten Säulcnschaftc erhält 
den nlcistcn Füllen eine reicheNornalnentale 
Auszier. Er wird als ein autrechtstehendes Limrahmtes Feld ge- 
bildet, welches mit aufsteigenden Ornamenten gefüllt ist. Die 
letzteren entwickeln sich entweder symmetrisch von einem Mittel- 
stengel aus mit eingestreuten 'l'hieren und Geräthen, cvder werden 
als aufsteigendes Runlcenornament gebildet. Am reichsten ent- 
wickelt sich diese Form in Toscana und Norditalien, besonders 
in Venedig. Der Pila-ster, mit Basis und Capitell, hat jetzt weder 
mit der griechischen Ante, noch mit dem aus der Flachbildung 
der Säule als cannelirter Pilztster entstandenen Form im Wesen 
etwas gcnncin, 
der mit Basis 
wird viclmchr zu 
und Capitcll nur 
einem decorativcn XVandstrcife-n 
in losem Zusannnellllange steht. 
Reichc 
Zaccaria, S. 
in Mailand, S. 
läeislviclc (licscr Art in  Uari 
Giobbe, im Dugenpalastu 
Bernardino in Verona, u. A. 
dci Uiracoli, an 
Venedig, an S. Sati 
ro 
Die Säulen- 
zeigen selten den 
Blattkclchen und 
und Pilasterczxpitcllc der Iüiillrcluzmissallce 
strengen Organismus der römischen mit zwei 
acht daraus sich entwickelnden involutirten 
Stengeln. Man gieng eher von der Form der Pilastercapitelle im 
Innern des Pantheon oder einer grossen Zahl schon in der 
römischen Antike freigebildcter Capitelle aus, und bildete sie zu 
hoher Vollendung weiter. Die Decoration des Kzilathos ist in 
der Regel sichtlich zweigetheilt und, im Verhältnisse zur bedeckten 
Fläche, weniger massig, als in der Antike. Den unteren Theil 
bildet ein zuweilen nur aus vier läliittern bestehender lälattkelch. 
obere ist von acht Stengeln  die nleist nicht 
dem Kelche wachsen, sondern sich unter den Ecken des Abacus 
der 
aus 
und 
der 
Mitte 
jeder 
AbEICUSSGitC 
involutiren.
        

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